16: Colin Berr von Mentor Lane

Colin Berr ist der Gründer von Mentor Lane, einer globalen Mentoring Plattform. Mentor Lane findet den passenden Mentor für Berufstätige, Studenten, für Personen die gründen wollen oder ein Projekt umsetzen möchten. Die Mentoren selbst haben eine einzigartige Erfahrung und können sich auch selbst weiterentwickeln. Für Colin ist das Gründerleben wie eine verrückte Achterbahn-Fahrt, mit vielen Höhen und Tiefen.

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Hürden und Herausforderungen

  • Unsicherheit und Unklarheit, was genau daraus werden wird.

Erfolgsmomente

  • Leute haben daran geglaubt.
  • Erster Kunde der dafür Geld ausgebeben hat.

Das Gründerleben ist wie eine verrückte Achterbahn-Fahrt. Es gibt viele Höhen und auch viele Tiefen und das ist einfach Teil der Erfharung.

Aktuelles und Vision

Colin ist schon gespannt wie es weiter geht. Eine große Frage momentan ist, ob Mentor Lane in andere Städte außer Frankfurt am Main expandiert und ob das Mentor-Matching auch da funktioniert.

Produktivität

Zwei Tätigkeiten:

  • Teamarbeit
  • Kommunikation

Buchempfehlung

Ben & Jerry’s: The Inside Scoop

How to win friends & influence people

The 4-Hour-Workweek

Predictable Revenue

 

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Mentro Lane

Tritt anderen aufstrebenden Gründern bei

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Patryk: OK, lass uns anfangen, ich kann es kaum mehr erwarten euch meinen heutigen Gast vorzustellen, Colin Berr.

Colin, bist du bereit uns mit dem Gründerfieber anzustecken?

Colin: Ich bin bereit und vielen dank Patryk und vielen Dank Patryk dass ich hier sein kann, als Teil des Gründerfieber-Programms.

 

Patryk: Alles klar, sehr motivierend auf jeden Fall. Colin ist Gründer von Mentor Lane, einer globalen Mentorin Plattform, Mentor Lane findet den passenden Mentor für Berufstätige, Studenten, für Personen die gründen wollen oder ein Projekt umsetzen möchten. die Mentoren selbst haben eine Einzigartige Erfahrung und können sich auch selbst weiterentwickeln. Colin nun, bevor wir zum Hauptteil kommen wo ich dir einige Themenbezogene Fragen stelle, möchte ich, dass du dich vielleicht etwas selber vorstellst und an den Ecken andockst wo ich etwas vielleicht nicht erwähnt hab und erzähl doch was über dich und was du aktuell tust?

 

Colin: Hallo, also erstmal vielen Dank für die tolle Intro Patryk, also das hast du fantastisch gesagt, besser hätte ich es kaum selber formulieren können. Also ich selber komme aus Kalifornien ursprünglich ich bin Deutscher Amerikaner, halb-halb und bin in den USA aufgewachsen, habe mich dann während meines Studiums für internationale Beziehungen sehr für Deutschland interessiert, hatte dann so ein Austauschjahr in Marburg gemacht, war dann später in Berlin, wo ich die internationale Deutsche Kultur kennengelernt habe und auch die wachsende Startup Szene kennenlernen konnte. Für mich war das faszinierend so eine blühende und aufstehende Startup Szene hier in Europa zu kennen. Also nicht nur in Deutschland, sondern auch woanders, dass es diesen Gründergeist überall auf der Welt gibt und habe dann zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich mit der Uni fertig war, entschlossen nach Deutschland zu ziehen. Also quasi einfach so, habe alles in Kalifornien verkauft, bin mit 4 Koffern hierhergereist und wollte irgendwas mit einem Startup machen. Mir war es recht egal zunächst was, aber ich wollte irgendwas mit Menschen und mit einem Startup machen.

 

Patryk: Ja

 

Colin: Und, ich hatte eine erste Startup Möglichkeit gefunden und ziemlich bald danach, hat es nicht funktioniert, also die erste Startup Erfahrung hat gescheitert. Daraus habe ich sehr viel gelernt und sehr viele herausgezogen und dann entschied habe, mich selber Selbstständig zu machen. Selber ein eigenes Startup zu gründen, wie ich es für wirklich für richtig halten würde und das ist dann was Mentor Lane geworden ist und bei Mentor Lane geht es wirklich darum, hauptsächlich, damit Menschen Ihr volles Potential entfalten können, dass Menschen das Passende Wissen und Erfahrung für Ihre Ziele finden können und das, wenn man 2 Menschen zusammenbringt, die einander in so einer Weise unterstützen können, das heißt Mentorin und unser Ziel ist es dieses ältere Konzept, was eigentlich aus den älteren, Griechischen Zeit, gekommen ist, jetzt so eine neue Renaissance zu geben. Weil wir finden, dass Mentoring die effektivste Form von Weiterbildung sein kann.

 

Patryk: Ja, du hast jetzt gesagt, du hast alle Koffer gepackt und alles verkauft, gibt es kein Zurück mehr, oder siehst das momentan. Also deine Zukunft siehst du momentan in Deutschland und mit Mentor Lane.

 

Colin: Ja, ja.

 

Patryk: Und meine Frage ist jetzt natürlich, warum ausgerechnet Deutschland jetzt?

 

Colin: Ja das ist eine gute Frage, das fragen mich recht viele, warum bin ich aus dem sonnigen Kalifornien, nach dem kalten, grauen Deutschland, hierhergezogen. Aber ich finde das stimmt eigentlich gar nicht so.  Also ich, von Anfang an war ich von Deutschland sehr begeistert, die Kultur, die Landschaft und vor Allem die Menschen, es gibt hier so eine internationale Szene in Deutschland. Es gibt viele so wie ich, die aus anderen Ländern kommen um hier so was zu machen, zu schaffen, zu lernen, studieren, Unternehmen gründen und da habe ich so, war für mich so ein neues „Land of opportunity“ und dann habe immer wahnsinnig viel Spaß gehabt. Es ist mit Studienkollegen, in der Kneipe von Marburg angefangen und ist dann in die Geschäftswelt von Frankfurt dann rausgewachsen. Ich entschuldige mich für mein Deutsch übrigens. Es ist nicht noch nicht perfekt. (Lachen)

 

Patryk: Das ist überhaupt kein Problem, ja, wir verstehen dich gut, ja jetzt bist du einige Zeit lang unterwegs und hast natürlich auch einige Hürden und Herausforderungen auf deiner unternehmerischen Reise gehabt. Würdest du uns vielleicht mitteilen, was wäre denn so größte Hürde auf deiner unternehmerischen Laufbahn bisher?

 

Colin: Ja, also ich würde sagen, die größte Hürde oder Herausforderung, nicht nur für ich, sondern für Unternehmer generell, ist die Unsicherheit und die Unklarheit, zu was genau daraus werden will. Man hat ein Ziel, man hat eine Vision, aber man weiß wirklich nicht, was in 6 Monaten, wie das Leben so sein wird. Also man macht ein Plan, klar. Aber da man etwas Neues ausprobiert, was vielleicht noch nie ausprobiert worden ist, oder man entscheidet zum ersten Mal, wirklich selbständig zu sein. Man hat nicht mehr so eine Sicherheit, man hat nicht mehr etwas worauf man sich wieder zurücklehnen kann, wenn es nicht funktioniert, sondern du bist deine eigene Sicherheit und einfach, genau. Also wenn man ein neues Startup gründet ist es oft wage, wie das konkrete Form aussehen wird. Das ist einfach so wenn man was neues Startet, passt mit dem Begriff zusammen und das spannende dran ist, das genau so wie man so eine Skulptur, skulptet, oder ein neues Bild malt, man entscheidet selber wie es am Ende aussehen wird. Aber niemand und selber du, weißt nicht so wirklich wie das so am Anfang aussehen wir. Man baut quasi noch das System und nachdem das System da ist kann man sagen „Ah, ja genau so soll es funktionieren und jetzt hat es funktioniert und jetzt hat es funktioniert. Aber davor ist man noch dabei, das zu finden und zu kreieren.

 

Patryk: Ja, du hast jetzt über Sicherheit gesprochen und meine Frage, so ein ich sage jetzt unter Anführungsstrichen sicherer Job, das war von Anfang an für dich keine Frage oder hast du das vielleicht auch anders gesehen, zu einem anderen Zeitpunkt in deinem Leben?

 

Colin: Ja also ich bin nicht gegen Sicherheit insgesamt, ich bin nur, ich finde es ist wichtig, wie man das für sich findet. Es gibt Sicherheit die man für sich selber erschafft und dann gibt es eine Sicherheit, die man bekommen kann von jemanden anderes. Für mich war es immer sehr wichtig, meine eigene Freiheit zu haben und selber zu bestimmen, wie ich mein Leben, leben möchte, ich wollte niemals ein, als Teil von einem Plan von jemand anders sein. Ich habe gemerkt, dass ich von ziemlich bald an, dass ich sehr schlecht in den Strukturen von anderen passe, dass es ok ist, es wird 9 to 5 sein, du musst es dann so machen und ich habe mich gesagt, bei mir ist es besser wenn es anders ist. Es ist dann bestimmt besser für die Organisation, bin ich selber produktiver und dann, also ich bin nicht gegen Sicherheit, sondern ich bin für Freiheit und am besten, dass man seine Sicherheit finden kann in einem Weg, wo man seine Freiheit nicht verliert.

 

Patryk: Alles klar, und die hast du jetzt. Auf der anderen Seite, gibt es natürlich auch Erfolgsmomente und die motivieren uns und geben uns kraft, die uns antreibt. Teile uns doch mit, wann du eines dieser Erfolgsmomente hattest?

 

Colin: Ja, coole frage, dazu müsste ich nur sagen, dass das Gründerleben eine verrückte Achterbahn-Fahrt ist. Es gibt viele Höhen und auch viele Tiefen und das ist einfach Teil der Erfahrung. Manchmal fühlt man sich, als ob man König der Erde ist und manchmal fühlt man sich als ob man alles falsch gemacht hat und ein Versager ist. So Momente für mich, wo ich mich wirklich toll gefühlt habe, war ja von Anfang bis jetzt, ich kann mich noch dran erinnern, ganz am Anfang, wo ich entschieden habe, dass ich das wirklich machen wollte, haben sehr wenige an mich geglaubt und auch so die mich kannten, waren auch ein bisschen skeptisch, ja Colin, vielleicht solltest du dir lieber was Anderes suchen, erstmal ein bisschen Erfahrung sammeln und so weiter und es gab eine Person, die dazu anders war und das war mein Vater. Und mein Vater hat gesagt, Colin, ich finde das toll, ich glaube du solltest das machen, dass egal was passiert auch wenn du Scheiterst, wirst du so viel draus lernen, ich stehe hinter dir. Und ich hätte es ehrlich gesagt sowieso gemacht, auch wenn er nicht dafür gewesen wäre. Aber einfach das zu hören hat mir ein fantastisches Gefühl gegeben und mich einfach, wirklich motiviert. Das war das erste tolle Moment, das zweit war als wir ein Pitch Marathon gewonnen haben in Berlin, wo wir noch relativ am Anfang waren noch mit der Idee und dann, das war ein Moment um zu sehen, dass diese Idee könnte wirklich was werden.

 

Patryk: Ja.

 

Colin: Dass andere Leute auch daran geglaubt hatten. Ein weiteres Moment, was viel später kam, war als wir unseren ersten Kunden gewonnen haben und das nach so viel Arbeit und man das getestet hat mit Beta Usern und for free ausgegeben hat und dann erstmal jemanden zu haben die dann für dein Produkt dann Geld ausgibt, das ist ein Wahnsinns-Gefühl. Ja, ich lasse es mal bei 3. Es gibt viele, viele andere so tolle Momente, aber ich glaube das passt für jetzt.

 

Patryk: Eigentlich habe ich ja nur ein Erfolgsmoment verlangt von dir aber du hast ja über drei gesprochen. Jetzt im Nachhinein betrachtet, du bist jetzt einige Zeit lang schon unterwegs und hast eben diesen Ratschlag von deinem Vater befolgt beziehungsweise hättest du das auch selber durchgestartet. Was könntest du jedem sagen der vielleicht an sich selber zweifelt?

 

Colin: Ja, weiß du, es gibt nicht wirklich so ein „One size fits all – Rule“ Es gibt keine so insgesamte Regel, also ich habe bisher einige verschiedene Gründerbücher gelesen. So, wie man das effektiv machen kann und da auf jeden Fall alles gutes Wissen und Ratschläge, aber das passt nicht zu jeder Situation, dazu kann ich eines, auf jeden Fall sagen und das seine eigenes Bauchgefühl, dir das Meiste sagen kann. Wenn dein Bauch dafür ist und du so ein schönes Bauchgefühl bei einer Sache hast, dann wird’s zu 99% der Zeit so gewesen sein. Wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast, dann solltest du darauf hören. Das so vieles, was mit Unternehmertun zu tun hat, besonders am Anfang, hat einfach mit dem Bauchgefühl zu tun.

 

Patryk: Alles klar, vielen Dank für diesen Ratschlag. Sprechen wir über Aktuelles und Vision. Über was bist du momentan, am meisten gespannt und welche Pläne hast du für die Zukunft? Welche Vision hast du?

 

Colin: Ja, es ist gerade in der tat, wirklich eine sehr spannende Zeit. Wir haben nämlich, früher dieses Jahr gelauncht in Frankfurt Rhein -Main gebiet um hier zum ersten Mal unser Geschäftsmodell zu validieren. Das Konzept zu testen, passt das wirklich so mit dem Mentor-Matching, interessieren sich Mentees wirklich dafür sich anzumelden. Machen das Mentoren auch mit. Das hat sich jetzt bestätigt, über eine sehr spannende Zeit. Unser nächster Schritt ist zu überlegen, was machen wir jetzt damit. Wie werden wir jetzt wachsen, expandieren. Was werden wir uns weiter auf ihre Führung konzentrieren. Werden wir uns wirklich versuchen überall in ganz Deutschland aufzuziehen, es gibt viele offene Frage, offene Möglichkeiten, alle sehr spannende und dann werden wir dann schauen, was dann das Beste ist.

 

Patryk: Alles klar, das heißt momentan die Überlegung ob ihr expandiert, oder vielleicht in einem kleineren Raum erstmal testet, oder?

 

Colin: Genau, also was quasi das Plan für das nächst Jahr sein wird. Wie wir am besten Wachsen ist dann jetzt das Ziel.

 

Patryk: Alles klar, ok, teile uns doch mit, welche 2 Tätigkeiten füllen die meiste Zeit deines Tages aus und was machst du dann um produktiv dabei zu bleiben?

 

Colin: Ja das ist wirklich schwer zu beantworten, weil das Gründerleben ist durch Vielfalt und Variety geprägt, eigentlich gibt es nicht so eine oder zwei Sachen womit man sich jeden Tag beschäftigt, also man beschäftigt sich oft mit seinem eigenen Team. Weil einfach, es gibt viel Teamarbeit in so einem kleinen Startup, das ist so eine Sache, womit ich jeden Tag zu tun habe und dann auch Kommunikation. Also ich würde sagen 60% von jedem Startup, vielleicht mehr ist Kommunikation. Also innerhalb des Team, außerhalb des Teams, mit Kunden, Vertrieb, PR, Marketing und so weiter und es ist verdammt wichtig, gut kommunizieren zu können, mit Wörtern und dann auch schriftlich, da würde ich nur uneingeschränkt empfehlen, um deine Kommunikationsfähigkeiten zu stärken und dann auch, dann auch gut im Team arbeiten zu können. Nicht jedes Team passt. Die Chemie ist auch anders bei jeder Person und da muss man wirklich zusehen, dass man gut mit anderen arbeiten kann, auch in schlechten Zeiten. Es wird Zeiten geben, wo man einander anschreien wird oder Meinungsdifferenzen haben. Es gehört alles dazu, die Frage ist dann wie man damit umgeht.

 

Patryk: Also das heißt du würdest jetzt eine Tätigkeit nur nennen, Kommunikation, das wäre so….

 

Colin: Ja, definitiv.

 

Patryk: Alles klar, und was machst du um produktiv zu bleiben?

 

Colin: (Lachen) Was mach ich um produktiv zu sein? Also eine große Frage, ich glaube bei vielen Teams, ist es wie sie so Task-Management und so Projekt-Management machen können. Es gibt nämlich so viele verschiedene Facetten also so viele verschiedene Teams innerhalb eines Startups, von Marketing, zu Product-Development, dass man wirklich einen guten Überblick haben möchte. Man möchte nicht Sachen verlieren, aus dem Auge verlieren, man möchte zusehen, dass man das innerhalb eines guten Zeitplan macht, also ich würde sagen, ich halte mich produktiv durch unsere Planung- und Organisationsarbeit. Was klar, da gibt’s immer noch Verbesserungspotential, also jeder glaubt er hat das Gefühl, dass er noch mehr produktiv sein kann, bisher ist das aber ziemlich gut gelungen.

 

Patryk: Alles klar, Colin du hast uns jetzt etwas über dich erzählt, über deine Hürden, deine Herausforderungen und natürlich auch Erfolgsmomente und deine Vision. Wir zuletzt über Produktivität gesprochen, nun kommen wir langsam zur Abschlussrunde wo ich dir eine Serie von Fragen stelle und einsichtsvolle oder motivierende Antworten von dir erwarte. Bist du bereit?

 

Colin: Ich bin bereit.

 

Patryk: Wie sehen die ersten 30 Minuten deines Tages aus? Wie sieht deine Morgenroutine aus, hast du eine? Wie startest du Colin, in den Tag?

 

Colin: Ja das ist mal wieder so eine Sache wo ich antworten muss, es ist immer anders, es gibt keine Routine, vielleicht finde es gut, sich jeden Morgen so was, also Sport zu machen. Das versuche ich öfters. Manchmal ist es so, oder war es zumindest so, vor Sechs, Neun Monaten, dass es sofort ein Emergency war, eine Not Sache, als ich aufgewacht bin. Ach du meine Güte, das muss noch gemacht werden, oder dieses ist passiert, und ich muss mich jetzt sofort zum Computer, oder wo auch immer und diese Sache lösen, oder dazu kommt, manchmal. Also es kommt immer drauf an, das ist das schöne an dem Gründerleben, dass man diese Vielfalt hat, dass es jeden Tag ein bisschen anders ist. Also ich kann nur die klassischen Sachen empfehlen, so Sport zu machen morgens, ein Buch zu lesen, sich so ein bisschen informieren. Manche Leute aber möchten direkt mit der Arbeit starten, also jeder weiß für sich, was das Beste ist.

 

Patryk: Du startest da ein wenig lockerer in den Tag, also du bist nicht der Mensch der morgens aufsteht und dann sofort die E-Mails checkt, einmal Sport, einmal Buch lesen und du magst eben die Abwechslung.

 

Colin: Also ich sage mal, ich bin in der Erfindungsphase, damit.

 

Patryk: Alles klar, welcher Ratschlag war der bisher beste in deinem Leben, den du in deinem Leben bekommen hast?

 

Colin: Bester Ratschlag in meinem Leben. Hmm, also da würde ich sagen, ich will so ein bisschen Devils-Advocat mit dir spielen und dir ein Grund nennen, warum wir Mentorin für so wichtig halten und die Tatsache ist, der beste Ratschlag ist, dass es keinen besten Ratschlag für eine Person gibt. Also das ist das Problem, also ich sage nicht Problem, aber das Hindernis mit One-way Communication, mit zum Beispiel Büchern oder Videos, auch Seminare und Coaching. Man bekommt Rat und Vorschläge, aber das ist nicht zu der eigenen Situation und Person angepasst. Deswegen ist Entring so wichtig, weil mit einem Mentor hat man wirklich eine Person, mit der man sich gut verstehen kann, der versteht dich auch als Mensch, oder sie.

 

Patryk: Ja.

 

Colin: Und ihr überlegt zusammen, zusammen mit der Erfahrung und der Expertise des Mentors, was jetzt für deine Situation und dein Ziel, am passendsten ist und, genau. Kann ich nur uneingeschränkt empfehlen. Also generell, bester Ratschlag, was ich geben kann, dass jeder den passenden Mentor für sich suchen soll. Vielleicht auch mehrere.

 

Patryk: Ok, alles klar, welches Buch kannst du unseren Zuhörern welches dir persönlich sehr geholfen hat, oder zumindest in deinem Business wertvoll ist?

 

Colin: OK, ja. Ja es gibt viele tolle Bücher, wenn ich an ein denken müsste. Ich finde, weiß du, also ich werde dir wahrscheinlich so ein ziemlich unbekanntes Beispiel geben. Ich finde es ist immer wichtig, bei der ganzen Sache, ein Sinn für Humor zu haben. Sich selber nicht zu seriös zu nehmen und immer bei der ganzen Sache dabei zu lachen. Es gibt eine tolle Gründergeschichte, von Ben & Jerry, die Ben & Jerrys Eis Firma und das ist sehr gut und lustig geschrieben. Du wirst auf jeden Fall lachen, wenn du das liest, du wirst ein paar sehr gute Gründer-Tipps davon bekommen. Ich kann mich nicht mehr wirklich dran erinnern wie es heißt, aber es heißt so etwas wie „Ben & Jerrys – The Inside Scoop“ oder sowas. Google einfach Ben & Jerrys Fournier Story oder sowas und ihr werdet es finden. Aber das ist mein Ratschlag und man lern am besten durch Beispiele und Assoziationen. Also das würde ich auf jeden Fall empfehlen. Andere tolle Bücher sind How to Win Friend & Influence People by Dale Carnegie, The 4-Hour Workweek by Tim Ferriss und ich lese gerade für Sales Leute ist Predictable Revenue ziemlich beliebt.

 

Patryk: OK, naja die erste Buchempfehlung, da kling schon der Titel sehr amüsant. How to Influence People, dann 4-Hour Workweek sind Klassiker und wir werden alle Bücher natürlich in den Show-Notes verlinken. Ja vielen Dank für die Buchempfehlung. Welche, ich sage jetzt mal, aus diesen Büchern. Welche Schlüsse, welche Komponenten sind am wichtigsten in deinem Business? Die du aus diesen Büchern gelernt hast.

 

Colin: Mhm (bejahend) Also vor allem, für das Ben & Jerrys Buch würde ich sage, ein Sinn für Humor zu haben bei allem was man tut. Wir lachen jeden Tag, bei Mentor Lane, manchmal weinen wir auch. Aber Hauptsache man hat Spaß bei der Arbeit und das ist wirklich so, mehr als ein Job, sondern ein Calling, wie wir das so auf Englisch sagen, Kommunikation ist das A und O. Deswegen finde ich „How to make Friends & influence people“ so wichtig und ja alles was so Growth Hacking, wie man cleverer an sein Ziel kommen würde ich auch das 4 Hour Workweek auch empfehlen.

 

Patryk: Alles klar, wir kommen nun zur Denkfrage, das ist auch die letzte Frage, bevor wir zum Schluss kommen. Bei der Denkfrage möchte ich dass du dich zurücklehnst dir die Frage mal anhörst und mir eine Antwort gibts. Stell dir vor du reist in die Vergangenheit und du triffst dein Jugend-Ich und du kannst deinem Jugend-Ich einen einzigen Ratschlag geben. Was wäre dieser?

 

Colin: Ich fühle mich so noch ein bisschen jugendlich, aber wenn ich wieder so zurück in den Teenager Jahren gehen würde, würde ich sagen nimm dich nicht so seriös. Also, alle Teenager, ich war da keine Ausnahme, machen sich sehr viele Sorgen über sich selber und was aus ihrem Leben werden möchte. Es hängen natürlich auch viele wichtige Entscheidungen, also auch beim Studium und auch bei der Schule, was man. Aber dass man sich fokussieren soll, ich würde sagen, nimm dich nicht so seriös. „What’s meant to be, is meant to be“ Also man wird schon den Weg finden man soll dabei Spaß haben, man soll viel lachen und genau, also ja, genieß einfach den Moment, denk ein bisschen in die Zukunft, aber plane nicht zu viel und nimm einfach die Momente wie sie kommen und mach das beste daraus.

 

Patryk: Ja Colin, vielen Dank, das war sehr interessant mit dir, wir sind auch schon am Ende der Sendung angelangt, gib unseren Zuhörern noch einen letzten Ratschlag, falls du noch einen hast, danach teile uns mit wo wir dich finden im Internet oder sonst wo, und wir verabschieden uns.

 

Colin: OK, also meine letzten. Hallo liebe User, oder Zuhörer. Cool dass Ihr mir zuhört. Ich bin sehr geehrt, dass Ihr bis zum Ende dieses Podcast mir zugehört habt, also vielen Dank, wirklich. Ich hoffe wir können uns persönlich kennenlernen. Schau einfach auf www.Mentorlane.com, Slash, Startup oder Student oder Karriere, was auch immer für dich am besten passt, wir finden für dich den Besten Mentor für dein Ziel und dien Vision. Es lohnt sich auf jeden Fall und ich würde mich freuen dich zu unterstützen, oder einfach kennen zu lernen. Ich bin auf allen Kanäle, Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter etc. also bis bald.

 

Patryk: Ja, bis bald und vielen Dank, danke tschüss.

 

Colin: Danke, tschau.

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Daniel Zenziper - Fligthseeing - Gründerfieber Interview

15: Daniel Zenzipér von Flightseeing

Daniel Zenzipér ist Gründer und Geschätsführer von Flightseeing. Mit Flightseeing erlebt man die Welt aus einer völlig neuen perspektive. Du erlebst live Bilder aus schwindelerregender höhe, ohne jemals den sicheren Boden verlassen zu müssen. Alles, dank Live-HD Übertragung von ferngesteuerten Drohnen, ausgestattet mit hochauflösenden Kameras. Das Unternehmen haben Daniel und sein Co-Founder am Anfang mit Erspartem finanziert und aufgezogen und wollten keine großen Kredite aufnehmen.

 

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Hürden und Herausforderungen

  • Zeit
  • Geduld

 

Erfolgsmomente

Es sind ganz viele kleine Dinge, die viel mehr wiegen als ein großer Erfolgsmoment.

  • Heranziehung an Venture Capital Gespräche.
  • Bestätigung dass man skalierbar ist im Dienstleistungssektor
  • Messeeinladungen
  • Tourismuspreis

Aktuelles und Vision

  • Daniel ist gespannte was die VR-Szene bringt

Produktivität

Sport ist ein wichtiger Produktivitätsfaktor.

Zwei Tätigkeiten:

  • Autofahren
  • Mails und Telefonate

Buchempfehlung

Geben und Nehmen

Selfmade: erfolg reich leben

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Flightseeing

Tritt anderen aufstrebenden Gründern bei

Transkript

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Patryk: OK, lass uns anfangen ich kann es kaum mehr erwarten euch meinen heutigen Gast vorzustellen Daniel Zenzipér

 

Daniel:  Ja, Servus

 

Patryk: Daniel bist du bereit uns mit dem Gründerfieber anzustecken?

 

Daniel:  Ja, definitiv und schade dass die letzten 5 nicht schon die Aufnahme lief, jetzt haben wir so tolle interne persönliche Informationen besprochen, ich dachte da läuft da auch schon.

 

Patryk: Ja das ist natürlich schade aber wir können ja noch genug darüber in der Show sprechen.

 

Daniel: Genau.

 

Patryk: Daniel ist Gründer von Flightseeing, mit Flightseeing erlebt man die Welt aus einer völlig anderen Perspektive, du erlebst live Bilder aus schwindelerregender Höhe, ohne jemals den sicheren Boden verlassen zu müssen, all dies dank live HD-Übertragung von ferngesteuerten Drohnen, Daniel nun bevor wir zum Hauptteil kommen wo ich dir einigen Themenbezogene Fragen stelle, möchte ich von dir dass du vielleicht dich etwas selber vorstellst, ich gab unseren Zuhörern einen groben Überblick über dich erzähl doch mal vielleicht etwas Persönliches. Wir möchten dich kennenlernen und danach noch was du aktuell tust?

 

Daniel:  OK, ja also wie gesagt, wohne hier in Dresden in Ostdeutschland, ist leider in den Medien immer relativ negativ dargestellt, aber ich kann jedem sagen, Dresden ist eine wunderschöne Stadt und jeder der mal hier war ist da sehr begeistert von und mir geht’s genau so. Ich habe zwischendurch in Hamburg und Berlin gelebt, zwar immer nur kurz, aber Dresden war immer die Wahlheimat, bin jetzt 29 Jahre, lebe seit 4 Jahren mit meiner Freundin hier zusammen, sind jetzt mittlerweile seit fast 8 Jahren zusammen und ja, ach so, Studium, ich habe vor dem Startup Psychologie studiert, habe davor eine Ausbildung gemacht, war selbständig für verschiedene große Unternehmen im Außendienst und Vertrieb also wirklich jetzt nicht mehr akademischen, wirklich da, bodenständig, sag ich mal gearbeitet, viel in Netzwerken gewesen und dann im Studium meinen Partner  kennengelernt und dann haben wir vor 1,5 Jahren, die Idee zu Fligthseeing gehabt.

 

Patryk: OK, wann habt ihr euch dann entschieden Flightseeing zu starten oder was war der Trigger von dem Projekt?

 

Daniel:  Sehr viele waren immer erstaunt und dachte so „Hey, du kommst doch bestimmt aus dem Maschinenbau oder Elektrotechnik oder irgendwas“ Und wo wir vor 2 Jahren und paar Monaten angefangen hatten, da war die ganze Drohnen-Technik, Copter-Technik, noch nicht ganz so weit, wie jetzt. Viele die das Thema verfolgen haben mitbekommen: „Ah, das was die Jungs machen das ist jetzt ein bisschen leichter möglich“ Das war früher noch nicht ganz so leicht, also wir haben uns kennengelernt, der Martin ist Physiotherapeut, mit ein paar Mitarbeitern und lag bei Ihm auf der Pritsche, damals als Student bisschen Rückenschmerzen gehabt und er hat mich einfach massiert. (Lachen)

 

Daniel:  Und Ihr kennt das selber wenn Ihr bei der Physiotherapie seid, dann, man unterhält sich viel und irgendwie nach dem dritten Rezept, 30 Behandlungen, haben wir uns so gut verstanden, haben uns auf ein Bierchen getroffen und haben Ideen gesponnen und dann hatten wir die Idee, wir waren beide, viel in Asien unterwegs, grad zu dem Zeitraum und haben wir dann gesagt, „Was macht man da eigentlich, wenn man im Ausland ist, man geht auf irgendeinem Turm um von dem Turm immer meisten immer die Landschaft überblicken oder eine Aussicht erhaschen. Wie sieht’s denn aus? Wo will ich noch hin? Und haben uns überlegt, wie kriegen wir das vielleicht für Gehbehinderte, wie bekommen wir das für Senioren, die einfach vielleicht Höhenangst haben, oder ja einfach, als Gimmick umgesetzt. Und ich habe gesagt „Hey, Martin ich bin jetzt seit meiner ersten Klasse, mache ich so ein bisschen Modellbau, Bastler, war mit dem Thema ein bisschen vertraut und der Martin hatte sich mit diesen VR-Brillen ein bisschen beschäftigt damals. Okulus Rift ist ja immer noch nicht so richtig einsatzfähig, zumindest nicht für uns. Und von der Auflösung nicht zufriedenstellend. Ja dann haben wir halt geguckt. Wie kriegen wir diese Komponenten verknüpft? Wie kriegen eine VR oder Videobrille mit einer Drohne verknüpft mit einer Übertragung und haben da erstmal im SD Segment angefangen. Also das Bild war halt noch ein bisschen krisselig, aber der Effekt war schon ganz cool und ihr müsst euch das vorstellen, ihr kommt hin, zu einer Firmenfeier, Park Fest, Hochzeit, Tourismusgebiet was auch immer, setzt euch in eine gemütliche Lounge in den Liegestuhl eine Stewardess reicht noch vielleicht ein Cocktail im Idealfall, wenn das der Kunde so gebucht hat. Es wird eine kleine Show abgeliefert, das heißt der Pilot geht mit der Drohne rum, zeigt mit der Drohne auf das Publikum und das Publikum sieht sich ja jetzt in dem Moment selber. In der Brille siehst du dich selber winken und diese Außenkörperliche Erfahrung finden die meisten immer noch sehr sehr klasse und dann sagt man „Ach ne, jetzt gehen wir zur Startbahn und jetzt heben wir ab“ Ja und das war so die Grundidee von Flightseeing.

 

Patryk: Ja, jetzt seid ihr schon einige Zeit unterwegs mit dem Projekt oder mit dem Unternehmen. Und als Unternehmer stellt man sich immer wieder vor Hürden und Herausforderungen und ich würde gerne von dir erfahren. Gab es eine große Hürde die ihr überwunden habt und erzähl doch ein bisschen was war denn die Hürde, die größte bisher.

 

Daniel:  Was war die größte Hürde? … Die Zeit, die Zeit und die Geduld, weil finanziell, wir haben beide unsere Ersparnisse genommen, wir haben gesagt, wir wollen das Bootstrapping-Mäßig machen. Wir wollen uns jetzt nicht verschulden, wir wollen da keine großen Kredite aufnehmen. Wir hätten unsere Eltern noch anpumpen können, wollten wir nicht und Martin ist 33, jetzt 35 ich war 27 und man wollte dann halt, ihr kennt das dann, wenn man gründen möchte, irgendwann ja auch selbständig werden, deswegen haben wir das möglichst, Step by Step gemacht. Es war zum einen eine Hürde, die Hürde dass man langsam ist, das heißt, immer wieder treffen, immer wieder lange hinsetzen und Küchensessions, beim Basteln. Teile in Russland bestellen, irgendwelche spanischen Foren durchforsten, also wirklich das Knowhow zu bündeln, was eigentlich eine Randsparte ist, dieses ganze Copter-Gebastle ist halt eine Randsparte. Und ja, das war eine große Hürde, was im Nachhinein aber noch viel größer war, was wir uns nicht so schwer vorgestellt haben, war das Flugrecht. Also es gibt relativ viele Auflagen, die viele nicht kennen, was Aufstiegsgenehmigungen angeht, was alle rechtlichen Sachen drum herum angeht. Ich kann nicht einfach mit einer Drohne in die Stadt gehen und sagen, jetzt fliege ich mal.

 

Patryk: Ja.

 

Daniel:  Da muss ja der Grundstückseigentümer gefragt werden und das Ordnungsamt und die Stadt und die Flugsicherung und dann eigentlich Datenschutzrechtlich muss man nachher aufpassen, dass sich da keiner gestört fühlt. Und ja, wenn man das alles abcheckt, in welchen Städten man, was, welche Behörde abklappern muss, ja das war ein bisschen eine Hürde.

 

Patryk: OK und ist es mittlerweile effektiver geworden, die, also Behörden kontaktieren, ich meine es war ja sicher ein Lernprozess, habt ihr da Experten eingebunden, oder?

 

Daniel:  Genau, also wir müssen sagen, wir hatten großes, großes Glück. Wir haben keinen Cent für Zeitungswerbung ausgeben müssen, weil das Thema Drohen, ihr lest das selber in jeder Zeitung, in jedem Fernsehbericht, sehr sehr proaktiv auch, aufgenommen wird.

 

Patryk: Ja, immer wieder, ja.

 

Daniel: Das heißt die Zeitungen kamen auf uns zu und haben gesagt, dürfen wir mit euch Interviews machen, ihr habt ein cooles Thema, das ist eine brandneue Idee und dann waren wir natürlich klar, baff, machen wir und ja, deswegen…

 

Patryk: OK, ja, da gibt es als Unternehmer, ihr habt das einige Zeitlang gemacht und es gibt immer wieder Erfolgsmomente die man feiern kann, die einen Motivieren und vielleicht vorantreiben.

Gab es einen großen Erfolgsmoment, auf dem Weg?

 

Daniel:  Du spielst doch auf den Tourismus da, bestimmt an aber den würde ich gar nicht sofort nennen, sondern es sind eher, ganz viele kleine Sachen, die viel mehr wiegen, als ein großer. Das geht los wenn man als Startup die Bestätigung bekommt, man wird für Venture Capital Gespräche herangezogen, weil die sagen: Hey das ist ein sehr interessantes Produkt, es ist sogar skalierbar. Natürlich nicht ganz so leicht wie eine App, aber halt im Dienstleistungssektor schon. Das war definitiv für uns erstmal eine Bestätigung, gerade am Anfang, so die größte, hatten 3 verschiedene VC Gespräche und danach, Messeeinladungen, dass wir vom Freistadt Sachsen zum Beispiel, wurden wir auf die Expo-Real  eingeladen. Das ist eine der weltweit größten Immobilienmessen, Massenpreise, die jenseits von gut und böse sind, die man sich so als Startup auf keinen Fall leisten will und die uns den Weg aber auf den Immobilienmarkt geöffnet haben, weil natürlich Luftaufnahmen für Immobilien natürlich interessant sind und wir haben dort halt einen Riesen Platz mitbekommen auf diesem Gemeinschaftsstand vom Freistadt Sachsen und klar sowas war für uns wieder ein Riesenerfolg, da noch Geld zu bekommen, dass da mitkommt, ja und da natürlich, nachdem wir den Tourismus, ein bisschen etabliert hatten, hier in Dresden zumindest, dann die Verleihung des Tourismuspreises, das war schon für uns ein Riesenerfolg, klar.

 

Patryk: OK und was war das dann so für ein Gefühl eigentlich, könntest du uns da hineinversetzten wie ihr diesen Preis erhalten habt. Was hast du im ersten Moment gedacht. #00:09:37-2#

 

Daniel:  Ist relativ, also ich denk jeder der mit irgendwas Erfolg gehabt hat, wo er nicht damit rechnet, kennt das Gefühl, also wahrscheinlich eigentlich jeder von uns. Weil wir haben es gar nicht erwartet. Da waren Gegner, sage ich mal, die seid über 20 Jahren etabliert sind, hier großen Bereich wirklich, also wirklich Oberelbe-Marathon, die da wirklich auch wirtschaftliche Stärke reinbringen mit mehreren Millionen Euro in diesen ein, zwei Tagen. Mit den Sächsischen Museen, komplett, das sind hier wirklich etablierte Sachen. Das sind schon Kunstsammlungen und dass wir dann so, wirklich so der Schwerpunkt wird auf diese Innovation, auf etwas Neues und da erstmalig auch so ein Startup berücksichtig wurde, das war gigantisch, also wirklich toll. #00:00:16-4#

 

Patryk: OK und wir kommen nun zum nächsten Thema, das wäre aktuelles und Vision. Du hast schon angesprochen dass die Umsetzung von VR Brillen, vielleicht nicht so das Thema für euch ist. Aber worüber bist du momentan am meisten gespannt und welche Vision hast du für die Zukunft? #00:00:39-4#

 

Daniel:  (Lachen) Wenn ich die euch die jetzt verraten würde, würde ich euch ja schon unsere Pläne schon verraten. (Lachen) Ich sag mal so viel, wir sind natürlich weiter ganz gespannt was in der VR-Szene passiert. Wir sind im ganz engen Kontakt mit Karl-Zeiss. Haben da einen sehr guten Ansprechpartner, der uns immer so ein bisschen vorher informiert, wann was kommt, damit wir uns bisschen drauf vorbereiten können. VR heißt ja, jeder der es mal auf einer Messe ausprobiert hat oder zuhause im Developers Kit hat, ich kann mich mit der Brille bewege, sehe 360° und kann damit interagieren. Ihr müsst euch das vorstellen, wir wollen ja die Masse ansprechen. Der Masse wird aber schwindelig, wenn die dort in einem Liegestuhl sitzen und jeder kann sich in irgendeine Richtung bewegen und das noch in der Luft. #00:01:23-1#

 

Patryk: Ja #00:01:25-2#

 

Daniel:  Jeder der mal die Achterbahn beim IBM Stand ausprobiert hat, ich glaube letztes Jahr hat’s zur Gebiet oder IFA. Ja da braucht man einen harten Magen und die Auflösung ist halt auch noch nicht so überragend, deswegen ist für uns eher interessant, leichter 3D Effekt, aber wo man wie im Kino sitzt.  #00:01:40-0#

 

Patryk: OK.

 

Daniel:  Das heißt wir warten auf größere Bildschirme, größere Field of Views und ja das ist für uns viel, viel interessanter, weil jetzt kommt der große Hacken. Wir kriegen keine 360° Live Views, von der Drohne runter. Diese Datenmenge ist im Moment nicht bewältigbar.

 

Patryk: Das heißt da müsst sich auch in der Übertragungstechnik einiges tun um das überhaupt ermöglichen zu können?

 

Daniel:  Ja, also an sich ist das schon irgendwie möglich, aber die Frage ist ob das auch mit der Latenzzeit, die so gut wie, nicht da sein soll machbar ist. Ist es auch live so möglich, dass man das nach Bild mal ein bisschen steuern. Wo, der Pilot sich danach richtete und vor allen Dingen, wie macht man das mit den Kameras. Man könnte eine 360° Kamera dranhängen. Bisher ist halt immer nur eine die nach vorne schaut, das kenn doch jeder, von irgendwelchen Bildern. Wenn dann aber ein Passagier aber nach Links schaut und der andere will nach Rechts schauen, was machen wir da?

 

Patryk: Ja.

 

Daniel:  Und deswegen wirklich immer die Interaktion, Pilot, Passagier. Wo möchten sie denn hinfliegen, darf ich sie hier zum nächsten Museum überfliegen, in 100 Metern Höhe.

 

Patryk: Da habe ich vor kurzem eine interessante Neuigkeit gesehen, und zwar eine Kamera die ausgestattet ist mit vielen, kleineren Kameras, vielleicht wäre das eine Idee, aber wir wollen jetzt nicht über dieses Thema sprechen, vielleicht verlinke ich dann zu diesem Artikel dann…

 

Daniel:  Den Kamerahersteller?

 

Patryk: Vielleicht nicht den Kamerahersteller, aber die Idee an sich, finde ich ganz passend.

 

Ja, kommen wir zum Thema Produktivität, welche 2 Tätigkeiten, würdest du meinen füllen die meiste Zeit, deines Tages aus?

und was machst du um produktiv zu bleiben?

 

Daniel:  Um produktiv zu bleiben?

Mhm, ich hätte vor zwei Jahren noch über mich selber gelacht, aber jeder der Geschäftsmann ist oder der viel auf Arbeit zu tun hat, vielleicht auch nebenbei Kinder hat und so weiter, weiß. Irgendwann platzt einem der Kopf und dann fällt es einem irgendwann schwer, die Ordnung und Richtung behalten, hier in Zeiten von, ich muss alle Kanäle füllen, Twitter, Instagram, LinkedIn, kennst alle, Facebook und so weiter, da wirklich die Ordnung zu behalten. Und ich habe mir dann angewöhnt, durch einen Body-Balance Kurs, eine Mischung aus Yoga, Pilates  und Thai-Chi am frühen Morgen zu machen und gehe einfach früher auf den Balkon und mache das 10 Minuten nur und das hilft dann doch in der früh alles dann zu ordnen und wirklich produktiv kann Interviewer: jedem nur empfehlen, Zeitmanagement, jeder lernt das im Grundstudium, setze ich Termine realistisch, überladet euch nicht, aber strukturiert euch unbedingt. Klar man sagt das immer so leicht und jeder weiß es auch „Ja, ja ich strukturiere nicht“ aber es ist einfach das A und O, sonst kommt man zu nichts.

 

Patryk: Ja.

 

Daniel:  Wenn man’s wie viele das machen, so kreuz und quer macht und man fängt eine Sache an und dann noch eine andere, kommt nichts. Also, haltet euch fit, denkt auch bisschen an euren Körper, an die Gesundheit, ernährt euch gut, ist das wichtigste, macht ein bisschen Sport, mindestens und ja was wollte ich sagen. Ach so mit was ich Zeit verbringe?

 

Patryk: Genau die zwei Tätigkeiten, jetzt hast du die Produktivität ziemlich ja…

 

Daniel: Ausführlicher.

 

Patryk: Ausführlich und genau beschrieben, das ist auch…

 

Daniel:  Ist auch persönlich einfach, also ich habe das auch im Gespräch mit meinem Bruder auch gemerkt, der ist im Banken-Sektor tätig und der sagt: „Ja, was soll ich denn mit Sport, ich guck dann halt die halbe Stunde Fernsehen“ und das ist halt jeder Typ-Sache. Ja, Zeit verbringen, viel zu viel Autofahren auf jeden Fall. Wir fahren relativ viel rum, zu den Netzwerken, zu den Vertriebsgesprächen, Messe, sind wir heute Nacht erst wiedergekommen, waren die letzten zwei Tage wieder, zu den Events. Das heißt viel zu viel Auto fahren und ansonsten ganz, ganz viel Büro Kram.

 

Patryk: Büro Kram, hauptsächlich Mails?

 

Daniel:  Ja, genau, kompletten Mails und Telefonate.

 

Patryk: Kommunikation. OK Daniel, du hast uns jetzt etwas über dich erzählt, über deine Hürden, deine Herausforderungen, Erfolgsmomente und dien Vision für die Zukunft geteilt und wir sprachen jetzt zuletzt kurz über Produktivität. Wir kommen langsam zur Abschlussrunde wo ich dir eine Serie von Fragen stelle und einsichtsvolle und motivierende Antworten erwarte. Wärst du bereit?

 

Daniel:  OK.

 

Patryk: Wie sehen und ich glaube da hast du schon, vielleicht schon vorgegriffen, wie sehen die ersten 30 Minuten deines Tages aus? Wie startest du in den Tag? Hast du eine Morgenroutine?

 

Daniel:  Ich starte vor schlafen, ne nicht immer, ist wirklich je nach, wie viel Zeit dann noch wirklich hat, wenn man in früh mal, eine Stunde Zeit hat ist das schon ganz schön. Wenn man nicht so einen Kaltstart hinlegen muss, klar Käffchen, Tee, ein warmes Brötchen und früh kurz aufn Balkon, frische Luft schnappen und dann geht’s schon los, ja.

 

Patryk: OK, welcher Ratschlag war der bisher beste in deinem Leben? Den du bekommen hast?

 

Daniel:  Ratschlag? Also jetzt wenn man’s von Grund auf wirklich mal vorher betrachtet, dass meine Mutter mir damals nach der 10 Klasse gesagt hat, Junge mach die Ausbildung fertig, obwohl ich sie nicht wollte, weil nur mit der Ausbildung, ging halt eine Kette los, dass ich dann das Abitur deswegen nachholen konnte auch, das volle Abitur, dann das Studium begonnen habe, im Krankenhaus gearbeitet habe, das ist so der Grundstein, also das, da denke ich die Mutter, der Vater sind für jeden immer wichtiger Ratgeber.

 

Patryk: Das heißt der Ratschlag war, mach deine Ausbildung fertig?

 

Daniel:  Schon, aber eigentlich ist es eher, gründe das Startup, aber das hat mir keiner beratschlagt, das war wirklich eine intrinsische Motivation und das ich sage, ich will das, ich will mich hier selbst verwirklichen.

 

Patryk: Alles klar, welches Buch kannst du unseren Zuhörern empfehlen, welches dir persönlich im Business, am meisten geholfen hat?

 

Daniel:  Im Business oh, (kurze Pause) das wird dem einen oder anderen sauer aufstoßen. (Lachen)

 

Patryk:  OK.

 

Daniel:  Das sind 2 Stück, zum einen, oder eigentlich eher 3 sogar, das eine ist eher am Rand und zwar, das BNI Netzwerk, das ist ein weltweit, das ist das weltweit größte Business Netzwerk, das gibt’s auch in Wien. Das gibt’s in glaube ich 14.000 Chaptern weltweit. Kennst du das?

 

Patryk: Das kenne ich jetzt auf Anhieb nicht.

 

Daniel:  Das ist halt wirklich um regional in ein Netzwerk zu kommen, genial für einen jungen Gründer, man kann da auch kostenlos immer reinschnuppern. Das sind diese Business Frühstücke und da kann man hingen, kann Netzwerken, stellt sich vor, diese eine Stunde, jeder einmal eine Minute und baut Vertrauen auf und lernt den anderen kennen und der hat ein Buch geschrieben, der Dr. Ivan Misner und es einfach, wer gibt, gewinnt. Und ich finde dieses, diese These sehr gut, wer gibt, gewinnt. Da eigentlich mein Lieblingsbuch ist von Adam Grant, Geben und Nehmen, das ist ein Wirtschaftspsychologe aus Amerika und das ist eigentlich, eigentlich, bisher mein Favorit. Entschuldigung dass ich jetzt noch zu einem zweiten Buch komme und dann habe ich den Carsten Maschmeyer zur Exit-Con in Berlin kennengelernt und haben auch ganz nett gesprochen und er hat’s persönlich signiert und ist einfach das „Selfmade – Erfolgreich reich leben“ Maschmeyer denke ich, kennen viele, mit der Swiss, den großen Exit, für weiß ich nicht, 1,2 Milliarden oder so, ein Riesen Ding. Ja das kann man auf jeden Fall mal empfehlen, kann man mal lesen.

 

Patryk: Und was waren so die persönlichen Schlüsse, die du aus diesen 3 Büchern, du hast jetzt 3 Bücher genannt, was waren so die Kernaussagen, oder die Kernthemen, die dich weitergebracht haben in deinem Business, die du auch anwendest?

 

Daniel:  Nicht so schnell verzweifeln, also wir neigen alle dazu an Tagen wo wir weniger schaffen, wo wir weniger produktiv sind, schnell in dieses depressive zu fallen. „Oh, ich bin nichts wert und ich schaffe es nicht, ich kann nicht, ich will nicht, aber dass wir sagen. „Hey Jungs, schaut doch mal da vor, was Ihr da geschafft habt, führt euch das vor Augen“ und das ist auch das was die Großen und Erfolgreichen uns doch immer sagen, guck nach vorne und nicht nach hinten. Das ist definitiv was und vor allen Dingen es hat mir oder auch meinem Partner Kraft gegeben, bei Venture Capital Gesprächen, zu sagen „Hey, wir brauchen euch nicht, wir überleben auch so, wir können das auch ohne euch schaffen und das war am Ende auch der beste Ratschlag aus den Büchern quasi, sich nicht sofort unter Wert zu verkaufen“ Vor einem Jahr hätten wir gesagt, „Boah, hier 100.000 Euro, das ist ja toll, geht los, ein Jahr später, würden sagen „Oh, Gott, wären wir dumm hätten wir damals 50% abgetreten“

 

Patryk: Ja, alles klar. Wir kommen jetzt zur Denkfrage in der Runde, bei der Denkfrage möchte, dass du dich zurücklehnst dir die Frage mal anhörst und dir langsam überlegst, wie du diese Frage beantwortest, bist du bereit?

 

Daniel:  Warte, ich habe laut immer beim. So, jetzt…

 

Patryk: Stell dir vor du reist in die Vergangenheit und du triffst dein Jugend-Ich und du kannst deinem Jugend-Ich einen einzigen Ratschlag geben. Was wäre dieser?

 

Daniel: (kurze Pause) Als Jugendlicher, oder als Kind.

 

Patryk: Nein, also du reist in die Vergangenheit und ich sage jetzt mal, in der Zeit von 14 bis 18, oder ja so in dem Bereich, an einem Punkt kommst du da an und triffst dein Jugend-Ich und kannst ihm einen einzigen Ratschlag geben?

 

Daniel:  (Lachen) Die Antwort wird dir nicht gefallen, weil sie ins Private geht und nicht ins Business.

 

Patryk: Ja, das freut mich auch immer wieder, wenn auch private Sachen angesprochen werden. Es geht um dich, um den Unternehmer selber, also bei Gründerfieber.

 

Daniel:  Erst hätte ich geantwortet, mach alles wie du’s gemacht hast, weil ich doch sehr glücklich bin, so wie alles gelaufen ist, auch dass es Umwege gab, aus denen (unverständlich) aber mein Ratschlag wäre „Junge, gehe zum Urologen“ Ich habe nämlich eine kaputte Niere diagnostiziert bekommen vor 3 Jahren, hatte eine schwere Operation und die ist halt leider nur mit 9% so am werkeln und das ist halt, was sich über Zeit entwickelt hat, dann hätte ich mir das als Kind raten können „Hey, lass dich doch mal untersuchen, hätte ich mir diesen Scheiß ersparen können und man hätte das Leben ein bisschen verlängert, ja so ein bisschen in die medizinische Richtung.

 

Patryk: OK, das heißt hier, auch Gesundheitliche Aspekte, sollte man auf jeden Fall beachten, nicht nur ich sage jetzt mal, denken, dass man derjenige ist, der Unsterblich ist.

 

Sondern dass man auch, weil die meisten gehen davon aus, dass, also sehr viele zumindest, dass „mir sowas nicht passieren kann“.

 

Daniel:  Das denkt jeder, also wie gesagt, ich habe ein Jahr an der Chirurgie gearbeitet, vor dem, damals wollte ich Medizin studieren. Wir denken alle, wir sind total unverletzlich, wir fahren Auto, wie als wären die Maschine, das ist auch diese Entmännlichung, die in der Psychologie sehr behandelt wird. Sind sehr Rücksichtslos, achten nicht auf uns und es gibt einen tollen Ausspruch von Voltair, kennen vielleicht einige. Voltair war ja selber auch so einer, hat es dann am Lebensende so dann niedergeschrieben. Wir arbeiten unsere erste Lebenshälfte auf Kosten unserer Gesundheit daran Geld zu verdienen und in der zweiten Lebenssäfte probieren wir mit Geld unsere Gesundheit wieder zu erlangen und das sollten man sich ab und zu vor Augen führen, das viele, falsche Vorbilder haben und das ist auch ein guter, so ein, also mein Ding was ich mitgeben würde gerne, vielen Gründern, schaut nicht auf irgendwelche Zalando, Samwer Brüder, wir haben auch den Ritter kennengelernt, die mal ein dickes Autos fahren und im Schnellstart eine Million gemacht haben, weil die sind nicht glücklicher, die meistens vielleicht noch mehr Schulden, sind unglücklicher, in der Familie zerrissen, haben vielleicht nicht die wahre Liebe gefunden. Oder was auch immer, schaut dass ihr euch treu bleibt, schaut wirklich was ihr wollt, macht euch Geld denn wirklich glücklich, oder ist ein Mittelding vielleicht auch ganz gut zum leben, zumindest finanziell und behaltet die Werte vor allen Dingen, weil viele Gründer, hauen ihre Werte leider über den Tisch, sobald es um Geld geht. Es ist schade.

 

Patryk: Ja, ich habe, du hast jetzt bei mir ein wenig so Gänsehaut verursacht, vielleicht bei einigen unseren Zuhörern, ich glaube das ist ein wirklich guter Punkt um zum Ende der Sendung, um die Sendung abzuschließen, wir kommen zum Ende.

 

Daniel:  Sind wir so melodramatisch geworden, weil ist eigentlich so ein freundliches Eventthema wie Flightseeing. Komm dann möchte ich noch kurz sagen, so ein bisschen dann Eigenwerbung. Wir sind, was werdet ihr auch als Gründer erleben. Wir sind von unserer Grundidee auch ein bisschen weggekommen, sind nicht mehr nur Eventdienstleister, wir haben uns vollkommen dran spezialisiert, für Fernsehen und so weiter, Bildübertragung zu machen, aus der Luft. Filmen, drehen Imagefilme. Haben ein eigenes kleines Studio. Und haben da einfach ein zweiten Marktzweig eröffnet, das heißt, verzweifelt nicht wenn eure Idee dann nicht gleich klappt und meistens sind die Kontakte, die euch wieder in ganz andere Richtungen drängen und ja, das ist halt das Leben, ne.

 

Patryk: Alles klar, ja am Ende der Sendung möchte ich vielleicht unseren Zuhörern jetzt einen letzten Ratschlags gibt’s, falls du noch einen hast?

 

Daniel:  Ach ne, komm das waren jetzt so viele, ihr hab so viel mitgenommen.

 

Patryk: danach teile uns doch mit wo wir dich im Internet und ja dann verabschieden wir uns auch.

 

Daniel:  Genau, also ich freue mich über ein Like auf Fligthseeing.de, dort auf unserer Facebook Seite, Instagram, oder Twitter und euch alles gute beim Gründen und weiter Hören, des netten Podcasts hier.

 

Patryk: Alles klar, vielen Dank Daniel, es war eine Freude und ja, wir hören uns.

 

Daniel:  Genau auf jeden Fall.

 

Patryk: Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

 

Daniel:  Ja, tschau.

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Belinda Veber - Moderatorenpool - Moderationstraining - Gründerfieber Interview

14: Belinda Veber von Moderatorenpool | Moderationstraining

Belinda Veber, Gründerin des Moderatorenpool vermittelt seit 2001 Moderatorinnen und Moderatoren in ganz Österreich und in Europäische Nachbarländer, Belinda greift dabei auf ein Pool von über 130 Moderatoren zu. Veranstaltungstechnisch ist alles dabei. Von Großveranstaltungen, Staatspreisverleihungen, Galaabenden, Messeauftritte, bis hin zu Moderation in Einkaufszentren, ist alles dabei. Außerdem gibt Belinda Ihr Wissen seit 2007 in Form von Seminaren und Einzeltrainings weiter.

 

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Hürden und Herausforderungen

Belinda Veber - Moderatorenpool | Moderationstraining

Belinda Veber – Moderatorenpool | Moderationstraining

Menschen die an der Idee eines Moderatorenpool gezweifelt haben und versuchten einzureden dass man so etwas wie einen Moderatorenpool nicht braucht. Ausgerechnet am Anfang stand auch noch der ORF mit einer eigenen Moderatorenseite am Start. Unsicherheit wer sind die richtigen Ansprechpartner war auch eine große Hürde.

Erfolgsmomente

  • Sufworldcup in Podersdorf, Belinda steht gmeinsam mit dem Moderator auf einer Plattform vor einem Publikum von 12.000 Menschen. Der Moderator sagt: „„Wie geht’s euch, seid ihr gut drauf?“ Alle schreien „Jaaa“
  • Feiern von persönlichen Erfolgsmomenten von anderen Menschen.

Aktuelles und Vision

  • Nummer 1 in Österreich, wenn es darum geht, Moderatoren zu buchen.
  • Belinda schreibt gerade Ihr Buch, das anders sein wird als andere Bücher in dem Bereich, aufgrund Ihrer Erfahrung.

Produktivität

Zwei Tätigkeiten:

  • Weiterbildung
  • Motivation

Dranbleiben und und Freude daran zu haben ist ein wichiger Motivationsfaktor.

Buchempfehlung

The Big Five for Life

Show Links

Moderatorenpool

Moderationstraining

Tritt anderen aufstrebenden Gründern bei

Transkript

» Vollständiges Transkript lesen

Patryk: OK, lass uns anfangen ich kann es kaum mehr erwarten euch meinen heutigen Gast vorzustellen Belinda Veber.

 

Belinda, bist du bereit uns mit dem Gründerfieber anzustecken?

 

Belinda: Ja, sehr gerne.

 

Patryk: Perfekt unter der Marke, der Moderatorenpool vermittelt Belinda seit 2001 Moderatorinnen und Moderatoren in ganz Österreich und in Europäische Nachbarländer, Belinda greift dabei auf ein Pool von über 130 Moderatoren zu. Veranstaltungstechnisch ist alles dabei. Von Großveranstaltungen, Staatspreisverleihungen, Galaabenden, Messeauftritte, bis hin zu Moderation in Einkaufszentren, ist tatsächlich alles dabei. Außerdem gibt Belinda Ihr Wissen seit 2007 in Form von Seminaren und Einzeltrainings weiter.

Die Liste könnte ich natürlich fortführen aber, Belinda, ich gab unseren Zuhörern jetzt einen groben Überblick über dich. Wie wäre es wenn du nun an den Punkten aneckst wo ich etwas ausgelassen hab oder was erwähnenswert wäre. Erzähl zunächst etwas Persönliches über dich, wir möchten dich kennenlernen und danach, was du aktuell tust?

 

Belinda: Mhm (bejahend) OK, sehr gerne. Also du hast ja schon sehr viel gesagt über mich, zumindest über meine Firmen. Privat also 40 Jahre alt, hab mich schon mit Stimme, Sprache, Körpersprache beschäftigt. Ich habe mit 6 Jahren begonnen, Radiosendungen bewusst zu hören und mir ging es nie um den Inhalt, sondern immer um die Stimme, ja, wenn irgendein spezieller Moderator gesprochen hat, bin ich davor gesessen und habe einfach seiner Stimme gelauscht und bin dann erst später draufgekommen dass da sozusagen meine Berufung ist, Menschen zuzuhören ihre Stimme zu hören und möglicherweise auch mehr herauszuholen. Mein privater Zugang, wie unterstütze ich mein Wissen bezüglich Moderatorenpool ist, dass ich nebenbei auch sehr  viel Tieren zu tun habe. Das heißt der Privatmensch, Belinda hat ganz wenig mit Menschen zu tun, sondern beschäftigt sich sehr mit den zwei Pferden die ich habe und mit den 3 Hunden.

 

Patryk: Das hört sich nach einer Menge Arbeit an.

 

Belinda: Ja, ist es auch.

 

Patryk: Aber nicht nur im privaten Bereich, sondern ebenfalls im unternehmerischen Umfeld stellt man sich immer wieder vor Herausforderungen, als Unternehmer, Unternehmerin hat man Hürden und Herausforderungen und Belinda, hattest du so eine größte Herausforderung und erzähl doch mal von der und welche Schlüsse, welche Lektion hast du aus der gezogen?

 

Belinda: Es gab eine, es gab viele große Hürden also als ich begonnen habe den Moderatorenpool zu gründen, haben viele gesagt, wozu braucht man ein Moderatorenpool, wenn ich jemanden buchen möchte mache ich das dann direkt. Dann war noch die große Herausforderung, dass ein halbes Jahr später der ORF, seine eigene Moderatorenseite beworben hat und das war eine Herausforderung die mir mein Selbstbewusstsein schon sehr viel genommen haben. Also wo ich gesagt habe, uhh, verdammt, soll ich da weitermachen und ich wusste auch nicht wer sind die richtigen Ansprechpartner, sei es bei der Bank, sei es bei der Steuerkanzlei, wie auch immer. Und da muss ich echt sagen, dranbleiben, ja, dranbleiben und vielleicht taub werden, ja. Bei manchen Miesmachern, wirklich darauf zu hören zu sagen, Bauchgefühl, Ja und wenn ja, dann wirklich es durchzuziehen.

 

Patryk: OK, das heißt hier die innere Stimme hören und seine eigenen Ratschläge auch und einfach sich durchboxen und das tun was man eigentlich immer schon vorhatte, einfach mal machen und das Rundherum die vielen Stimmen ignorieren.

 

Belinda: Genau, also die vielen Stimmen im Kopf einfach weglassen.

 

Patryk: Alles klar und auf der anderen Seite des Spektrums gibt es natürlich auch Erfolgsmomente, die uns motivieren, die uns vorantreiben, die einfach uns ja, Kraft geben weiter zu tun und es gibt nicht nur Hürden, Herausforderungen. Es gibt eben Erfolgsmomente.

 

Hattest du einen großen Erfolgsmoment auf deiner unternehmerischen Laufbahn und erzähl doch mal davon und welche Schlüsse hast du aus diesem Erfolgsmoment gezogen?

 

Belinda: Also es gibt nicht nur einen tollen Moment, es gibt ganz ganz viele in meinem Leben, ja, zwei Momente möchte ich gerne mit euch teilen, und zwar der eine Moment war, 2006 Surfer Cup in Podersdorf, große Surfveranstaltung mit vielen tausenden von Menschen und da gab es dort direkt so eine Plattform die nach oben gehoben wurde und da stand ich oben mit dem Moderator und der Moderator seht oben, schaut ins Publikum und da waren sicher 12.000 Menschen. Der Moderator sagt nur eines: „Wie geht’s euch, seid ihr gut drauf?“ und dem Augenblick schreien 12.000 Menschen „Jaaa“. Und das war für mich wo ich gesagt habe: Wow, da bin ich dabei, da kann ich Menschen begleiten, damit sie spaß haben und damit es denen gut geht. Es sind vielleicht nur 2-3 Stunden, aber trotz allem ist es eine super Möglichkeit, vielleicht die alltags Sorgen zu vergessen und dort halt was anderes in den Fokus zu setzen. Der zweite große Moment war 2007, es kam ein Kunde zu mir, hat zwei Moderatoren bei mir gebucht, Edi Finger junior und Armin Assinger und der Kunde kam dann selber bei mir angerufen und gesagt: „Frau Veber, jetzt habe ich zwei so tolle Moderatoren gebucht, ich fürchte mich jetzt ein bisschen, ich muss ja selber auf der Bühne stehen. Was mache ich?“ und dann sage ich, wissen sie was, ich schenke Ihnen eine Stunde Moderationstraining und dann schau’ma, aus dieser einen Stunde sind 15 Stunden geworden, aber er ist mit Standing ovation von der Bühne runtergegangen und ein Moment war, als ich dort selber vor Ort war, dass eine Dame mich so von hinten umarmt hab und gemeint hat, vielen Dank, ich war leicht irritiert weil ich gedacht habe, weil ich gemeint habe, wer ist das? Um 9 Uhr schon betrunken sein, um Gottes Willen, ja. Es war ganz Gegenteilig, sondern seine Frau, vom Geschäftsführer die Frau und sie war so glücklich dass er so toll angekommen ist, bei seinen Kunden und Mitarbeitern, aber dass er zuhause auch entspannt war, weil er genau gewusst hat, wie er ankommen wird und weil er auch gut vorbereitet war. Und das waren so meine Schlüsselmomente, dass ich gesagt habe, mein Beruf ist meine Berufung.

 

Patryk: Alles klar, das heißt private Erfolgsmomente von anderen Menschen mitfeiern, kleine und große Erfolge, tobendes Publikum, 12.000 Zuhörer, ja eine tolle Story, tolle Geschichte und schöner Erfolgsmoment und schöne Erfolgsmomente. Jetzt möchte ich von dir Belinda wissen, über was bist du aktuell am meisten gespannt und welche Vision hast du für die Zukunft?

 

Belinda: Welche Visionen, da gibt es zwei große Vision, die ich auch stetig verfolge, die so in meinem Hinterkopf nicht nur brodelt, sondern auch direkt umgesetzt werden. Das eine ist, dass ich gerade dabei bin ein Buch zu schreiben. Da werden jetzt viele sagen, „Buchschreiben, jeder schreibt ein Buch, mein Gott“ Es wird ein bissl’ was anderes sein, ja. Weil wenn man so die Bücher sich anschaut, Amazon, Thalia und so weiter, da steht ja immer, ja und hier lernst du in 10 Schritten, gut zu präsentieren. Bei mir wird es ein bisschen ausschauen aufgrund meiner Erfahrungen und das zweit was ich verfolge ist, ich möchte die Nummer 1 sein, wenn’s darum geht, Moderatoren zu buchen. Wenn es um eine Plattform geht, wo es heißt professionelle und wirklich Moderationen zu vermitteln dann bin ich die Nummer 1.

 

Patryk: Nummer 1 in Österreich?

 

Belinda: Nummer 1 in Österreich reicht mir völlig, ganz ehrlich. Ich habe so viel zu tun, alleine in diesem Jahr habe ich bis dato, schon 262 Moderatoren vermittelt und wir haben zu tun, ja. Bei den Trainings bin ich, was die Moderationsausbildung angeht, da meine ich jetzt Eventmoderation, bereits schon in Richtung Nummer 1.

 

Patryk: Wow, das ist sehr beeindruckend. Kommen wir jetzt zum nächsten Thema und zwar das Thema Produktivität. Welche zwei Sachen nehmen die meiste Zeit deines Tages und was machst du um Produktiv zu bleiben.

 

Belinda: Zwei Sachen, Weiterbildung, das ist der eine, ja. Ich bin immer dran, sei es bei Büchern, sei es Zeitschriften, sei es Newsletter, sei es Newsletter auch von Kolleginnen und Kollegen. Ich bin immer interessiert mit anderen Menschen, die sich mit dem Thema Kommunikation zusammentun zu beschäftigen. Also das ist einmal das eine und das zweite ist die Motivation an sich. Auch wirklich dranzubleiben und Freude daran zu haben, weil was bringt’s mir, mich weiterzubilden und wenn’s mich nicht interessiert und wenn’s mich nicht freut.

 

Patryk: Sehr gut, Belinda du hast uns jetzt einiges über dich erzählt, etwas persönliches, wir sprachen über deine Hürden, deine Herausforderungen, über Erfolgsmomente, du hast uns deine Vision  geteilt und auch zuletzt über Produktivität gesprochen. Wir kommen auch schon zum Ende der Sendung und im Schlussteil stelle ich dir eine Serie von Fragen und hoffentlich bekomme ich von dir einsichtsvolle und motivierende Antworten. Bist du bereit?

 

Belinda: Ja, bin schon neugierig.

 

Patryk: Wie sehen die ersten 30 Minuten deines Tages aus, hast du eine Morgenroutine wie startest du Belinda, in den Tag?

 

Belinda: Das erste ist wenn ich aufstehe, dass ich einmal schaue ok, wie spät ist es? Ja, das ist so mein typisches Ritual, weil ich stehe nämlich ohne Wecker auf.

 

Patryk: OK.

 

Belinda: Ja, also meine Trainings beginnen meistens so 8 Uhr 30, 9 Uhr und ich schaffe es immer Gedanklich, ich weiß nicht wie’s geht, aber es geht. So zwischen 6 und halb 7 munter zu werden. Dann ist der erste Gang zu meinen Hunden, ich habe doch 3, das heißt also, da einmal zu schauen, geht’s ihnen gut, dann das typische, Zähneputzen, sich waschen, anziehen, Kaffee und dann der Hundespaziergang, damit ich dann wirklich fit und ausgeruht in den Tag starte.

 

Patryk: Alles klar, was war denn der beste Ratschlag denn du in deinem Leben bekommen hast?

 

Belinda: Ich habe das schon mehrmals erwähnt, heute in unserem Gespräch, dranzubleiben. Ja, wirklich sich manchmal taub zu stellen, da gibt’s ja diese Geschichte mit dem Tunnel oder mit dem Sacht und den vielen Fröschen und die vielen Frösche wollen hochklettern und da gibt’s aber schon Frösche die runterschauen und runterschreien, „Du schaffst es nie, du schaffst es nie!“ und die klettern hoch und die schaffen es nicht und dann gibt’s einen einzigen Frosch der kämpft und kämpf und kämpft und kämpft und obwohl die anderen schreien „Du schaffst es nicht“ landet er oben und kann sich dann in der Sonne dann sozusagen wohl fühlen und warum hat er es gesagt, weil dieser Frosch taub war.

 

Patryk: Ah, er hat die ganzen Stimmen quasi ignoriert.

 

Belinda: Er hat die Stimmen ignorieren müssen, weil er’s nicht gehört hat, ja. Und das war für mich mein wichtigster Ratschlag dranzubleiben, wo ich wusste ok, wenn ich einmal dranbleibe und das ganz zu meinem Herzensprojekt mache, dann wird’s auch funktionieren.

 

Patryk: Ja ist auf jeden Fall ein schöner Ratschlag und eine schöne Veranschaulichung. Welches Buch kannst du unseren Zuhörern empfehlen, welches dir, im Business am meisten geholfen hat.

 

Belinda: Das beste Buch für mich war „The Big Five of Life“ von John  Strelecky. Da geht’s darum der Untertitel sagt „Alles was wirklich zählt im Leben“ Es da so einen Spruch, wir leben nicht um zu arbeiten, wir arbeiten um zu leben. Um sich selbst einmal vor Augen zu halten, warum arbeiten wir überhaupt und dieses Buch öffnet sehr sehr vielen die Augen.

Patryk: OK, vielen Dank für die Buchempfehlung. Wie hast du dieses Buch in deinem Business implementiert, wie hast du dieses Buch in diesem Business angewendet?

 

Belinda: Wie habe ich dieses Buch im Business angewendet? Ganz einfach, viele Leute jammern in meinem Umfeld, „Ha, meine Arbeit ist so schwer und ah, es ist so fad“ und auch in meinen Trainings frage ich die Leute immer, warum machen sie das, was sie machen? Weil um zum Beispiel eine Präsentation zu halten oder eine Moderation zu halten musst du mit Stolz und Leidenschaft vor den Menschen stehen und genau dieses Buch hat es mir gezeigt, dass das ganz ganz wichtig ist. Egal was man tut, mit Stolz und Leidenschaft schafft man sehr vieles.

 

Patryk: Ja, das auf jeden Fall, also das sagen auch viele meiner Gäste, Leidenschaft ist ein Schlüsselfaktor um erfolgreich zu sein. Wir kommen jetzt zur Denkfrage in der Runde und bei der Denkfrage, oder Nachdenkfrage möchte ich, dass du dich zunächst zurücklehnst und dir die Frage anhörst und mir hoffentlich eine Interessante Antwort gibst. Stell dir vor, du reist in die Vergangenheit und triffst dein Jugend-Ich. Du kannst deinem Jugend-Ich, einen einzigen Ratschlag geben. Was wäre dieser?

Belinda: Folge deinen Visionen. Bleib dran, es gibt nichts auf dieser Welt was du nicht schaffen kannst. Walt Disney hat einmal gesagt, alles was du träumen kannst, kannst du auch erreichen. Und genau so gebe ich diesen Ratschlag an alle anderen weiter und auch mein Jugend-ich.

 

(Lachen)

 

Patryk: OK, wir sind leider schon am Ende der Sendung angelangt, es hat mich sehr sehr gefreut dich als Gast zu haben, wenn es noch einen letzten Ratschlag gibt, den du für unsere Zuhörer hast, dann teile ihn uns jetzt mit, ansonsten teile uns mit wo wir dich finden im Internet, oder sonst wo und ja danach verabschieden wir uns.

 

Belinda: OK, einen Ratschlag den ich an alle Zuhörerinnen und Zuhörer weitergebe ist folgender. Wenn ihr einen Wunsch habt, kann im beruflichen Bereich sein, oder im privaten Bereich sein. Schreibt euch diesen Wunsch auf. Es kann sein auf einem Post-It, es kann sein auf einem Zettel, wie auch immer, schreibt euch diesen Wunsch auf und verfolgt dieses Ziel. Setzt euch kleine Ziele, setzt euch große Ziele. Ihr werdet überrascht, wie schnell ihr dieses Ziel auch erreichen könnt. Wo findet man mich, Moderatorenpool ist zu finden unter www.moderatorenpool.at für alle die einen Moderator oder eine Moderatorin suchen, für alle anderen, die sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln wollen, oder denken Moderator, Moderatorin kann auch ich einmal werden. Da ist die Seite www.moderationstraining.at

 

Patryk: Alles klar, ich werde auf jeden Fall alle Links in die Show-Notes reintun und ich kann es schon jetzt versprechen, sobald dein Buch rauskommt, werde ich’s an die Zuhörer jetzt, weiter kommunizieren.

 

Belinda: Dankeschön.

 

Patryk: …und auch in den Show-Notes verlinken und mich hat es wie gesagt, sehr gefreut dass du da warst und liebe Zuhörer, ja bist zum nächsten Mal.

 

Belinda: Dankeschön.

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Christian Deilmann - Gründer & CEO von tado°

13: Christian Deilmann von tado°

Christian Deilmann ist der Gründer und Geschäftsführer von tado°. tado° ist der smarte Thermostat für deine Heizung, mit der App auf dem Smartphone weiß tado° automatisch wie weit du von deinem Zuhause entfernt bist, schaltet sich ein und schaltet sich sobald der letzte das Haus verlassen hat. Christian ist Ingeneieur und hat in München Energietechnik studiert. Außerdem hat er seinen Master in Boston gemacht. Die Idee zu tado° kam aus dieser Passion im Energiebereich einen Impact zu haben und aus der Beobachtung, dass konventionelle Heizungen und Klimaanlagen sehr ineffizient liefen.

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Christian Deilmann - Gründer & CEO von tado°

Christian Deilmann – Gründer & CEO von tado°

Hürden und Herausforderungen

In auf der über 5 Jährigen Reise gibt es alle paar Monate gigantische Herausforderungen. Es ist ein Schema, welches sich immer wiederholt.
Besonders bei technischen Produkten geht es immer um die Frage auf welche Technologie man setzt.
Die größte Herausfordeung hier, ist es von all den möglichen Technologien, die richtige Zukunftstechnologie auszuwählen.

Erfolgsmomente

  • Als das fertige Produkt bei den ersten 100 Haushalten zum einsatz und die Kunden zufrieden sind.
  • Launch des Namen und Website, nach 2-Jähriger, intensiver Arbeit im Hintergrund.

Aktuelles und Vision

  • Die Vision von tado° ist dass in Zukunft alle Haushalte eine intelligente Heizungs- und Klimasteuerung haben.
  • Heizkosten reduzieren und gleichzeitig als Gesamtheit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Rund 1/3 der Primärenergie weltweit wird für das Heizen und Klimatisieren von Gebäuden verwendet.

Spannend ist aktuell das Thema der neuenwickelten Smart-Home Plattformen wie Home-Kit von Apple, AllJoyn von Microsoft oder Google Weave.

Produktivität

Zwei Tätigkeiten:

  • Meetings mit internen Teams und Großkunden.
  • Anfragen per E-Mail

Die beiden Sachen möglichst fokussiert zu erledigen damit man Zeit für wichtige operativen Sachen hat.

Buchempfehlung

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Patryk: OK, lass uns anfangen ich kann es kaum mehr erwarten euch meinen heutigen Gast vorzustellen, Christian Deilmann. Christian, bist du bereit uns mit dem Gründerfieber anzustecken?

Christian: Absolut!

Patryk: Perfekt, Christian ist Gründer und Geschäftsführer von tado°. tado° ist der smarte Thermostat für deine Heizung, mit der App auf dem Smartphone weiß tado° automatisch wie weit du von deinem Zuhause entfernt bist, schaltet sich ein und schaltet sich sobald der letzte das Haus verlassen hat.

Christian nun, bevor ich zum Hauptteil komme, wo ich dir einige Themenbezogene Fragen stelle, möchte ich dass du vielleicht noch, näher drauf eingehst, was ihr so macht und dich vielleicht persönlich vorstellst, etwas persönliches erzählst und ja was du aktuell tust?

Christian: Mhm (bejahend) klar, Genau ich bin Christian vom Hintergrund Ingenieur, ich habe Energietechnik hier in München studiert, auch noch einem Management Teil im Studium gehabt, ich habe noch ein Master in Boston gemacht und die Idee hinter tado° kam eben auch aus dieser Passion, im Energiebereich ein sogenannten Impact zu haben und da habe ich eben gesehen dass Zuhause, in unseren Wohnungen, dass diese, dass die Heizung und Klimaanlagen einfach sehr ineffizient laufen, dass sie den ganzen Tag durchlaufen, 7 Tage in der Woche und dort wollten wir eine Lösung entwickeln um eben Komfort Zuhause und Energieersparnis zu kombinieren. Das war so die Idee hinter tado° und damit haben wir 2010 erstmal angefangen, also ich und ein weiterer Kollege, erste Prototypen zu bauen, das war noch parallel zu anderen Jobs, die wir damals hatten und ein Jahr später haben wir dann, die Firma gegründet.

Patryk: Ja.

Christian: Also das heißt 2011 haben wir die Firma gegründet, sind jetzt sozusagen 4 Jahre nach Firmengründung hier, sind jetzt ein Team von um die 100 Leute, verkaufen unsere Produkte in 12 europäischen Ländern und in den USA und in Singapur, haben insgesamt 30 Millionen Euro auch von externen Venture Capital, also Kapitalgebern eingesammelt…

Patryk: Ja.

Christian: …um eben die ganze Technologie zu entwickeln und die Firma aufzubauen.

Patryk: Alles klar, ist auf jeden Fall eine echt tolle Erfindung, wie ich finde und man muss ja hier an der Stelle sagen dass man als Moderator so einer Show, von so einem Podcast objektiv bleiben muss, aber ich habe heute mit einem Freund gesprochen beim Training in der Früh und ja, wir beide sind von tado° sehr überzeugt und möchten uns auf jeden Fall tado° zulegen in der Zukunft und ist auf jeden Fall etwas das uns beiden gefällt, da merkt man auch dass sich tado° etabliert hat, als Marke und ich würde gerne von dir hören welche Hürden ihr am Anfang hattet mit tado° und welche Herausforderungen habt ihr gehabt und was hast du persönlich daraus gelernt und wie hast du diese Herausforderung gemeistert?

Christian: Mhm (bejahend) Also ich würde mal sagen, dass jetzt im Rahmen dieser, also unserer Reise, die geht ja jetzt schon über 5 Jahre, haben wir immer wieder, also ich würde mal fast sagen, alle paar Monate, gigantische Herausforderungen, vor denen wir immer stehen und wo wir immer denken, das ist ja gar nicht zu schaffen und wie soll das denn überhaupt weiter gehen und ich glaube mit diesen Situationen, die sich natürlich auch über die Phasen des Unternehmensaufbaus verändern, mit diesen großen Herausforderungen umzugehen und da die Nerven zu behalten und an sich und an das Team zu glauben, dass wir das hinbekommen. Das ist glaube ich auch, so ein Schema, was sich immer wiederholt und die Herausforderungen, wie gesagt, die ändern sich. Also, ganz am Anfang ist es so die Frage, soll ich jetzt wirklich diese Firma gründen, soll ich dafür mein Job kündigen, so die Überlegung, dann habe ich erstmal kein Gehalt, wie soll ich das denn eigentlich Alles, wie soll ich mein persönliches Leben finanzieren, also das ist so irgendwie, so die eine der ersten Überlegungen, bevor man ein Unternehmen auch gründet und dann geht’s natürlich weiter mit, also gerade wenn man ein technisches Produkt macht. Welche Technologien sollen jetzt in den Einsatz kommen, man hat dann vielleicht vier verschiedene, die dann vor allem die herausgefunden, die vor einem auf dem Tisch liegen und man, es ist quasi unmöglich zu identifizieren, welche davon jetzt die Zukunftstechnologie ist, ja, also in unserem Beispiel sind es, zum Beispiel jetzt, Protokolle der Datenübertragung, also wie werden die Daten übertragen vom Thermostat zum Home-Router bei sich zuhause und dann zum Handy und das sind eben so die ersten Entscheidungen die wir dann so treffen mussten, auf welche Protokolle, welche Art der Datenübertragung setzen wir und glauben wir, dass das die Zukunft wird und dann geht’s natürlich weiter mit, dass man jetzt einen Mitarbeiter einstellen muss, dass man Kapital aufnehmen muss, also es sind sehr sehr viele Herausforderungen und wie gesagt das endet nie, sie scheinen immer gleich groß, sie scheinen immer unlösbar (Lachen) Egal ob es die kleinen Entscheidungen sind, wie am Anfang, kündige ich meinen Job oder nicht, oder welche Technologie kommt zum Einsatz, bis hin zu Situationen wo man dann 100 Mitarbeiter hat und denen auch eine gewisse Verantwortung gegenüber hat und dann eben, man sieht dass der Kontostand geringer wird. Wie löse ich dieses Problem? Das sind alles, scheinen immer unlösbare Probleme und die zu managen und dabei die Nerven zu behalten, das ist glaube ich, entscheidenden und wichtig dass man da einfach einen kühlen Kopf behält.

Patryk: OK, alles klar, ihr habt ja da scheinbar alles richtig gemacht, bis daher und auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Erfolgsmomente und ihr seid ja schon ziemlich lange unterwegs und hattet bestimmt einige von diesen Erfolgsmomenten und ich würde gerne von dir hören: Was war denn so bisher der größte Erfolgsmoment?

Christian: Also auch da, also wir hatten über die Reise immer wieder wahnsinnig tolle Erfolgsmomente, also zum Beispiel, wenn man, wenn wir das erste Produkt entwickelt haben und es funktioniert und es ist bei 100 Haushalten im Einsatz, die Kunden sind zufrieden, das ist natürlich ein toller Moment, oder ein Moment als wir, wir haben die ersten zwei Jahre im Hintergrund gearbeitet, also wir hatten keine Website, wir hatten keinen Namen und dann haben wir, nach zwei Jahren unseren Namen und unsere Website gelauncht und haben Pressemitteilungen rausgeschickt und der Öffentlichkeit verkündet, was wir tun. Das sind natürlich schon so Schlüsselmomente, wo man dann lange drauf hingearbeitet hat und wo sich dann so die ganzen… wo sich das alles entlädt und wo man da natürlich auch mit dem Team feiert.

Patryk: Mhm (bejahend) und wie war denn so das Gefühl als du die erste Resonanz vom Kunden bekommen hast? Warst du da aufgeregt oder wie war das Gefühl?

Christian: Absolut, absolut ja. Ich meine, bei uns, ich meine wir haben die Produkte immer zuerst bei uns im Einsatz und wir sind dann meistens der Überzeugung, dass es jetzt ein richtig geiles Produkt, funktioniert total super, aber die Frage ist natürlich, wie finden es die anderen? Ja, von daher und das ist natürlich das allerwichtigste, sind wir auf unser Kundenfeedback immer wahnsinnig gespannt, freuen uns immer sehr und vor allem natürlich wenn es den Leuten gefällt, woran hier alle Leute arbeiten und sich sehr stark bemühen, lange arbeiten, hart arbeiten und mit Herzblut dabei sind. Von daher freut man sich natürlich darüber.

Patryk: Ja, auf jeden Fall und worüber bist du momentan, gespannt und welche Pläne, welche Vision hast du für die Zukunft?

Christian: Mhm (bejahend) Also unsere Vision ist, dass in Zukunft, alle Haushalte intelligente Heizungs- und Klimasteuerung haben. Also weltweit wir über ein drittel, der Primärenergie für heizen und klimatisierten von Gebäuden verbraucht und das ist ein riesen Hebel, wo der eben insgesamt, alle Haushalte dieser Welt ansetzen können um ihre eigenen Heizkostenrechnung um ein paar hundert Euro im Jahr zu reduzieren, aber auch als Gesamtheit eben ein Beitrag zu leisten, für den Umweltschutz und dieses Thema auf das wir setzen, das ist eben so das fällt in einen Rahmen des Connected Home, oder des smart Home und da gibt’s auch natürlich auch noch ein paar andere Bereiche die da mit rein spielen wie Sicherheitslösungen, oder Lichtlösungen und da gibt es weil du hattest nach dem, worüber ich gespannt bin und da gibt es eben einige Plattformen, die sich gerade entwickeln, wie zum Beispiel Apple Home Kit oder Google Weave, oder AllJoyn, das von Microsoft benutzt wird und insgesamt wird es in Zukunft nur zwei, drei Plattformen geben und im Moment sieht es so aus, dass die großen Internetkonzern hier wieder den Takt angeben, also Apple, Google, Microsoft und ich bin gespannt ob die das wirklich schaffen, oder ob es vielleicht sogar eine neue Firma gibt, die eben im Bereich des Connected Home, das Internet der Dinge, die Plattform und den Standard setzt, also da bin ich sehr gespannt, wer dort schlussendlich das Rennen macht.

Patryk: Arbeitet ihr an Implementierungen in dem Bereich, also Home Kit, das von Microsoft ist mir nicht so bekannt.

Christian: Genau, also wir wollen eben, der beste Anbieter im Bereich des Climate Control sein, also Heizung, Steuerung, Klimaanlagensteuerung und arbeiten mit diesen Plattformen zusammen, also wir haben, es gibt noch einen andere Plattform die heißt „If this than that“, also IFTTT abgekürzt und damit sind wir jetzt kompatibel, das funktioniert, ist live seit 3 Monaten und auch an Apple Home-Kit haben schon diesen kleinen Apple-Home Kit Chip drinnen und wir brauchen jetzt hier noch intern noch ein paar Wochen um die Software zu finassieren, also in der nächsten, ich sage jetzt mal, zwei, drei Monaten werden dann alle unsere Produkte mit einem Softwareupdate auch Apple Home-Kit kompatibel sein und die anderen Aktivitäten von Microsoft und Google die sind eben noch ein bisschen weiter in den Kinderschuhen also dann schauen wir uns das noch ein bisschen an, wie sich das entwickelt und machen uns zu den wichtigen kompatibel, ganz genau ja.

Patryk: Ja, euer Produkt ist ja auch sozusagen in den letzten Jahren erst möglich geworden, durch die ganzen Smartphones und Internet Connection und ja davor war alles technologisch gar nicht so machbar. Vielleicht konnte man da gewisse Einstellungen haben, wie zum Beispiel ja, von 9 to 5, von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags wird nicht geheizt, aber ansonsten gab es da nicht wirklich viel Auswahl und jetzt habe ich auch noch eine Frage und zwar eine persönliche Frage, würde mich interessieren, wie funktioniert das dann wenn die Internet Connection weg ist, also wenn es da Probleme mit dem Provider gibt. Wird da im Zweifelsfall die Heizung eingeschaltet, oder wie funktioniert das.

Christian: mhm (bejahend) Also, ich habe ja das tado°-Thermostat, was dann zuhause hängt, da habe ich auch noch mal ein Display drauf und so kapazitive Knöpfe, wo ich dann im Notfall auch das einfach als ganz normales Thermostat verwenden kann, ja dass ich dann zuhause dann an diesem Thermostat einfach die Temperatur verstellen kann. Es gibt kein Risiko in dem Sinne, dass wenn die Internetverbindung ausfällt dass ich dann im Kalten sitze und selbst ist es klar, wenn die Internetverbindung nicht da ist, dann kann ich natürlich über mein Smartphone, meine Heizung nicht mehr steuern, sondern nur noch über das Thermostat zuhause, aber das stellt eigentlich selten ein Problem dar, weil die Internetverbindung mittlerweile eigentlich ziemlich konstant ist, also die meisten Nutzer haben da keine Probleme damit.

Patryk: Alles klar, sprechen wir über zwei Dinge die deinen Alltag füllen, beziehungsweise, welche zwei Sachen beschäftigen die meiste Zeit deines Tages und was machst du um produktiv zu bleiben?

Christian: Mhm (bejahend) Also, ich sage mal wir haben natürlich dann auch relativ viele Meetings mit internen Teams oder auch mit Kunden, also Großkunden. Das ist glaube ich so ein Thema, die natürlich auch vorbereitet werden müssen. Dann natürlich auch das Thema, dass viele Anfragen auch per E-Mail ankommen und das sind eben zwei Aspekte die relativ viel Zeit in Anspruch nehmen. Wo man aufpassen muss, dass die nicht den ganzen Tag einnehmen und man dadurch keine Zeit hat inhaltliche Themen weiterzutreiben, wie: Was wollen wir demnächst machen? In welche Märkte wollen wir uns fokussieren? Wie soll das Produktangebot, demnächst aussehen? Was für neue Kommunikations-, Marketing oder Themen kann man entwickeln um das Produkt bekannter zu machen. Das sind natürlich wichtige Themen, die ganz schnell hinten herunterfallen, wenn Sachen wie, Meetings und E-Mails zu viel Zeit einnehmen und deshalb ist es wichtig, dass man sich dort fokussiert und die unwichtigen Sachen möglichst schnell erledigt.

Patryk: Das heißt, also wenn ich das so richtig entnehmen sind Meetings doch ein entscheidender Teil deines Tages und aber das muss man auch klar auch beschränken können, dass man produktiv eben operativ arbeiten kann.

Christian: Mhm (bejahend) ja.

Patryk: Genau, Christian du hast uns nun über deine Hürden, deine Herausforderungen etwas erzählt, über Erfolgsmomente und wir kommen langsam zum Ende. In der Abschlussrunde stelle ich dir eine Serie von Fragen und erwarte kurze oder auch lange und motivierende Antworten. Wie sehen die ersten 30 Minuten deines Tages aus? Hast du eine Morgenroutine? Wie startest du in den Tag?

Christian: Also ehrlich gesagt relativ unspektakulär, dass ich mich fertig mache ins Büro komme und auf dem Weg ins Büro schon mal die E-Mails vorsortiere, durchlese und mir schon mal im Kopf, die Struktur meines Tages überlege und das Ziel des Tages überlege.

Patryk: Mhm (bejahend) Welcher Ratschlag war der bisher beste, den du in deinem Leben bekommen hast?

Christian: Also es ist jetzt vielleicht kein richtiger Ratschlag, aber ich hab in Boston studiert und für einen Professor gearbeitet und der hatte bei uns im Lab so ein Schild hängen und das war seine persönliche Formel für Erfolg und da standen 5 Sachen drauf. Das erste war positive Attitude, das zweite war Responibility, das dritte war Initiative, das vierte war Determination, das fünfte Enthusiasm und ich glaube das sind 5 sehr wichtige Aspekte, wenn man die beherzigt dann kann man dadurch relativ viel schaffen.

Patryk: Und wie wendest du die tagtäglich an, also hängt es auch bei dir im Büro?

Christian: Das hängt bei mir im Kopf… (Lachen)

Patryk: Ah, OK ja…

Christian: …und ab und zu halte ich nochmal inne und denke darüber nach ob ich in meinem Leben weiterhin diese Aspekte berücksichtige oder nicht und ich glaub, wenn man merkt, dass man da irgendwie leidenschaftslos wird in einigen Bereichen oder so, dann sollte man glaube ich was ändern.

Patryk: Mhm (bejahend) Ja, welches Buch kannst du unseren Zuhörern empfehlen welches dir persönlich oder im Business weitergeholfen hat?

Christian: Also da gibt’s natürlich eine Reihe, jetzt kürzlich habe ich das Buch „From Zero to one“ gelesen, von Peter Thiel, einen wichtigen Investor aus den USA und das finde ich ziemlich, das fand ich super, weils immer noch dann motiviert, irgendwie was Großes erschaffen zu wollen in seinem Leben.

Patryk: Mhm (bejahend) und was waren so die Aspekte aus dem Buch, könntest du darauf näher eingehen, die dir besonders…

Christian: Mhm (bejahend) ja, also erstens, ich sag mal das Buch fängt eben an, wo er auch noch mal beschreibt dass die Ressourcen auf der Welt endlich sind und dass eines der Zukunftsthemen ist es eben mit Ressourcen effizient umzugehen und sich erneuerbar, sage ich mal, aufzustellen und das ist eben, naja so einen Philosophie die natürlich auch vertrete, ein Kerngedanke hinter tado°, das heißt da hatte schon mal so auf den ersten Seiten so das Gefühl gehabt ok wir verstehen uns. (Lachen)

Patryk: Ja, das ist auch wichtig.

Christian: Genau und dann sagt, dann sagt er eben, dass eben große Sachen auch aus dem Nichts entstehen können und nicht zwingend das immer die Großkonzerne sind, die jetzt irgendwie eine neue Technologie oder einen neuen Markt eröffnen und irgendwie da eine marktführende Stellung hinbekommen, sondern, es sind eben die jungen Leute, die smarten Erfinder, die getrieben sind irgendetwas zu erreichen und dass die eben eine große Chance haben das auch zu schaffen und das finde ich sehr motivierend. Da gibt’s natürlich noch viele Aspekte in dem ganzen Buch, aber in dem ganzen Buch, aber ich glaube das sollte man dann, sollte dann jeder selber für sich lesen.

Patryk: Ja, vielen Dank für den Tipp auf jeden Fall. Ja wir kommen auch schon zur Denkfrage und das ist die Vorletzte. Ich möchte, dass du dich zurücklehnst, dir die mal anhörst und ja mir eine Antwort gibst. Stell dir vor du reist in die Vergangenheit und du triffst dein Jugend-Ich. Du kannst deinem Jugend-Ich einen einzigen Ratschlag geben. Was wäre dieser?

Christian: Mhm (bejahend) Ich denke dass man einfach das tun sollte in seinem Leben woran man Spaß hat. Was man wirklich machen will und sich nicht fremdbestimmend, durchs Leben steuern lässt, von entweder anderen die einen zu stark beeinflussen oder irgendwelchen Normen die dir vielleicht die Gesellschaft einem aufoktroyiert, sondern dass man versucht in sich reinzuhören, was ist einem eigentlich wirklich wichtig? Was macht einem Spaß? Was interessiert einen? Woran glaubt man? Und das eben auch in seinem Leben zu verfolgen.

Patryk: Alles klar, wir sind auch schon am Ende der Sendung angelangt, gib unseren Zuhörern noch einen letzten Ratschlag, falls du noch einen hast und danach teile uns mit wo wir dich finden und wir verabschieden uns.

Christian: Ja, vielen Dank für deine Zeit und ich glaub Ratschläge habe ich genug geben, ich bin ja auch noch relativ jung (Lachen)

Patryk: Ja.

Christian: …Von daher, wenn wir nochmal in ein paar Jahren sprechen, dann fallen mir vielleicht weitere Ratschläge ein, aber ansonsten wünsche ich auf jeden Fall allen ganz viel Erfolg, ganz viel Glück und genau bin gespannt was die nächste Zeit bringt.

Patryk: OK und wir finden dich im Internet.

Christian: Unter tado.com

Patryk: tado.com.  Alles klar, vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Tschüss, tschau!

Christian: Ja, danke tschau!

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Slawa Kister, MyCleaner, Gründerfieber Interview

12: Slawa Kister von myCleaner

Slawa Kister ist Gründer von MyCleaner, einer Plattform auf der man die Möglichkeit hat eine Autoreinigung online zu bestellen und sein Auto unkompliziert, vor Ort, reinigen zu lassen.
Vor der Gründung von MyCleaner war Slawa lange Zeit als Integrationsmanager bei diversen Firmenprojekten tätig. Slawa studierte Wirtschaftsingenieurwesen. Arbeitete danach als Unternehmensberater im SAP Umfeld, mit Schwerpunkt Controlling und Finanzen. Als Freiberufler war er für unterschiedliche Großkonzerne bei internationalen Projekten beteiligt, hatte aber immer den Hintergedanken ein Unternehmen zu gründen.


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Hürden und Herausforderungen

Jeden Tag kommen neue Herausforderungen und die Neuesten, die Aktuellsten sind immer die größten, wenn es größer wird und an Fahrt gewinnt.
Am schwierigsten ist es am Anfang bist man den ersten Euro verdient hat. Das heißt ein Produkt oder Dienstleistung zu entwickeln bis man einen Kunden findet der dafür bezahlt.

Erfolgsmomente

  • Jede Stadt die erschlossen wird und jeder Kunde der glücklich ist, ist ein Erfolgserlebnis
  • neue Kunden, neue größere Unternehmen mit größeren Fuhrparks
  • Abgeschlossene Finanzierungsrunde mit einer 7-Stelligen Investitionssumme

Aktuelles und Vision

Spannend war die abgeschlossene, zeitintensive Investitionsrunde im Juni.

Für die Zukunft wichtig ist es, die Skalierung voranzutreiben und ein Team an Leuten zu finden die mit Begeisterung helfen myCleaner aufzubauen.
Auch sind weitere Standorte, interessante Pilotprojekte mit größeren Partnern ein Thema.

Produktivität

Zwei Tätigkeiten:

  • E-Mail
  • Gespräche führen und zusehen dass Team-Meetings und sonstige Gespräche möglichst effektiv gestaltet werden.

Effektivität ist ein wichtiges Thema bei myCleaner. Wenn eine Tätigkeit 2, 3-Mal sich wiederholt, wird zugesehen dass diese entweder standardisiert oder automatisiert wird.

Buchempfehlung

Losing my Virginity – Richard Branson

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myCleaner.com

Gary Vaynerchuck – Crush it!

Tritt anderen aufstrebenden Gründern bei

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Patryk: OK, lass uns anfangen ich kann es kaum mehr erwarten euch meinen heutigen Gast vorzustellen Slawa Kister. Slawa bist du bereit uns mit dem Gründerfieber anzustecken?

Slawa: Gerne, das tu ich sehr, sehr gerne.

Patryk: Perfekt, Slawa ist Gründer von myCleaner, myCleaner bietet dir die Möglichkeit eine Autoreinigung online zu bestellen und dir dein Auto vor Ort reinigen zu lassen. Vor der Gründung von myCleaner war Slawa lange Zeit als Integrationsmanager bei diversen Firmenprojekten tätig.

Slawa bevor wir zum Hauptteil kommen wo ich dir einige Themenbezogene Fragen stelle, möchte ich, dass du dich selber etwas vorstellst, ich gab unseren Zuhörern einen groben Überblick über dich, erzähl vielleicht etwas Persönliches über dich, wir möchten dich kennenlernen und danach was du aktuell tust?

Slawa: Ja, sehr gerne. Ich bin 39 Jahre alt, bin in der ehemaligen Sowjetunion geboren, bin irgendwann mit 13 Jahren nach Deutschland gekommen. Dann erstmal Schule gemacht, hab Berufsausbildung gemacht zum Werkzeugmechaniker, hab mich dann nach der Bundeswehr entschieden zu studieren, hab Wirtschaftsingenieurwesen studiert und habe nach dem Studium begonnen als Unternehmensberater im SAP Umfeld, Schwerpunkt Controlling und Finanzen zu arbeiten, war bis vor kurzem noch als Freiberufler tätig für unterschiedliche Großkonzerne, habe einige internationale Projekte hinter mir und hatte schon immer so den Hintergedanken dass ich mal ein Unternehmen gründen will und hab das dann entsprechend irgendwann mit myCleaner so richtig in die Welt gesetzt, davor hatte ich mit meiner Frau Natalia die auch Mitgründerin ist bei myCleaner, da hatten wir auch schon einige kleinere Projekte mal gestartet und waren unter anderem auch, ganz erfolgreich, hatten aber immer wieder mal gemerkt dass wir was richtig Großes hochziehen wollen und mit myCleaner sind wir jetzt genau dabei, eine Marke und ein Service in die Welt zu setzen was die Autoreinigung an sich revolutionieren wird. Ich habe mit Natalia mit meiner Frau, haben wir noch kleine Kinder, die Tochter ist jetzt 9 Jahre alt, der Sohn 5, somit haben wir auch im privaten Bereich einiges zu tun und versuchen Familie und Startup einigermaßen gut unter einen Hut zu bringen

Patryk: Ja auf jeden Fall ist es, bei mir läuft es ähnlich drunter und drüber ich habe momentan eine einjährige Tochter und das ist dementsprechend…

Slawa: Ja, das ist nicht einfach…
Patryk: Ja, das ist nicht einfach und kann ich nur zustimmen in dem Sinne, so und aktuell bist du mit myCleaner in einigen Städten unterwegs?

Slawa: Genau!

Patryk: Ok und als Unternehmer stellt man sich immer wieder vor Herausforderungen. Ich würde gerne von dir wissen, was war den bisher die größte Herausforderung auf deiner unternehmerischen Laufbahn und ja mit myCleaner und ganz allgemein gesprochen, was war denn die größte Challenge?

Slawa: Ja, es ist, sage ich mal jetzt gar nicht mehr so einfach sich dran zu erinnern was die größte Herausforderung war, ich glaube die Herausforderungen, die sind jeden, jeden Tag kommen neue Herausforderungen und die Neuen, die Aktuellsten sind immer die größten, weil das Ganze wird größer, das gewinnt irgendwann an Fahrt. Ich sage immer, eigentlich ist es am schwierigsten ist es immer am Anfang, so den ersten Euro wirklich zu verdienen, das heißt man muss ein Produkt schaffen oder eine Dienstleistung schaffen mit der man wirklich Kunden findet, die bereit sind dafür, mindestens mal einen Euro auszugeben. Ob das jetzt eine App ist oder ob das dann irgendein Produkt ist was mehrere Hundert Euro kostet, das ist aus meiner Sicht, wirklich, gar nicht so einfach und dann muss das Ganze dann irgendwo skalierbar sein, sprich man muss viele solcher Kunden haben um tatsächlich ordentlich Geld verdienen zu können.

Patryk: OK und wie sieht es momentan aus mit der Skalierbarkeit bei myCleaner? Habt ihr da für jeden Standort eine eigene Niederlassung mit eigenen Managern, weil das Ganze stelle ich mir sehr Personalintensiv vor, die ganze Geschichte. Wie sieht es da momentan aus bei myCleaner?

Slawa: Wir haben in einigen Städten tatsächlich eine Art Niederlassung sage ich mal, aber momentan ist es noch so, dass wir von Manpower, da wir ja mit Angestellten, Mitarbeitern agieren, das heißt unsere Cleaner, die die eigentliche Leistung erbringen sind bei uns fest angestellt. Das hatten wir von Anfang an so geplant, wollten auch irgendwann mit Freiberuflern oder Franchisenehmern irgendwann auch noch mal umsetzen, aber aktuell sind wir nach wie vor, davon überzeugt, dass es mit fest angestellten Mitarbeitern am besten funktioniert, gerade weil es einiges an Verantwortung abfeuert, man bekommt ja auch sehr teure Fahrzeuge immer wieder und dann muss natürlich auch die Qualität stimmen und da hat man mit fest angestellten Mitarbeitern einen anderen Kontrollmechanismus und in einigen Städten haben wir Leute die Teams führen und in einigen Städten sind unsere Mitarbeiter, nach wie vor einfach, ja, so im Prinzip in der Lage auch alleine zu agieren. Das scheint auch ganz gut funktionieren, bis jetzt. Natürlich, je größer die Standorte werden, das hängt jetzt, weiterhin vom Vertrieb ab, von unseren Online Marketing Maßnahmen und sonstigen Marketing Maßnahmen. Wenn dann an einzelnen Standorten immer mehr Mitarbeiter werden, so dass die dann auch irgendwo personell geführt werden müssen, dann werden wir entsprechend Offices aufmachen.

Patryk: Alles klar, jetzt gibt es natürlich nicht nur Hürden und Herausforderungen auf der unternehmerischen Laufbahn, sondern es gibt auch noch Momente des Erfolges. Erzähl doch mal, was war denn bisher der größte Erfolgsmoment auf deiner unternehmerischen Laufbahn und mit myCleaner. Erzähl doch mal von so einem Erfolgsmoment. Was war denn so ein Erfolgsmoment für dich?

Slawa: Ja wir hatten jetzt… Jede Stadt die wir erschließen und in der wir Kunden glücklich machen ist für uns definitiv ein Erfolgsmoment. Wir bekommen jeden Tag, neue Kunden, im Monat sind das oft größere Unternehmen mit größeren Fuhrparks und da freut man sich natürlich sehr, wenn die Menschen tatsächlich merken dass die Autoreinigung vor Ort eine sehr angenehme Dienstleistung, sehr bequem und auch was Kosten angeht, vom Preis-Leistungsverhältnis, die Leute überzeugt. Das freut uns natürlich und ist definitiv jedes Mal ein Erfolgserlebnis. Natürlich kann ein Startup, wenn man schnell wachsen will, kann ein Startup ohne Investition nicht wachsen, das ist schwierig auch in unserem Bereich, obwohl wir, sage ich mal, als Dienstleister relativ schnell angefangen haben Geld zu verdienen, aber, wenn man jetzt eine Online-Plattform aufbauen will, bedeutet das, dass man im Backend oder im Backoffice besser gesagt, entsprechendes Personal benötigt und das kostet im ersten Moment richtig viel Geld. Und wir konnten jetzt zum zweiten Mal eine Investitionsrunde erfolgreich abschließen im Juni haben wir Investoren gefunden die, sich von myCleaner überzeugen ließen und bereit waren eine 7-Stellige Investitionssumme zu investieren und das ist für mich so bis jetzt auch das, auch so ein bemerkenswerter Erfolgsmoment, weil es ist nicht einfach jemanden zu überzeugen wirklich mal so eine größere Summe anvertraut zu bekommen?

Patryk: OK und wann habt ihr die erste Summe erhalten, könntest du unsere Zuhörer, in so dieses Gefühl zurückversetzen, als ihr die erste Summe bekommen habt, wann war die erste Finanzierungsrunde vorbei?

Slawa: Ja, das war 2013, da hat die Scout24 Gruppe investiert eine 6-Stellige Summe und hat uns in das You is Now Programm von Scout24 für Startups aufgenommen. Das war auch auf jeden Fall auch ein Meilenstein über den wir uns sehr gefreut haben, denn auch hier im ersten Moment, nachdem man, sage ich mal ein Jahr lang auf dem Markt ist, schon jemanden so eine Größe wie Scout24 überzeugen können, dass das Ganze ein erfolgreiches Geschäftsmodell sein kann. Das ist definitiv nicht einfach. Zumal das auch, wir hatten ja auch einige andere Investorengespräche geführt und da merkt man natürlich auch wie unterschiedlich die Menschen denken und wie schwierige es ist tatsächlich Leute zu überzeugen Geld zu investieren in ein Startup.

Patryk: Sehr gut und ja, danke für diese Darstellung.

Slawa: Und vielleicht noch ergänzend, wir hatten noch, hatte ich vergessen zu erwähnen. Wir hatten auch eine Investitionsrunde übers Crowdfunding, was ja auch sehr spannend war und zwar waren wir auf der Plattform Seedmatch, letztes Jahr und da konnten wir insgesamt 200.000 Euro einsammeln von knapp 200 Investoren. Was auch eine sehr erfolgreiche Geschichte war. Weil hier ist dann im Prinzip ein anderer Ansatz, da ist mehr die Masse gefragt und einzelne private Investoren überzeugt werden müssen. Ja das ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass die eigene Idee nicht nur gut ist, sondern auch von anderen gut empfunden wird. Speziell jetzt bei Crowdfunding und Crowdinvesting braucht man ja eine besonders große Maße an Menschen, die an diese Idee glauben und ja das habt ihr ganz toll mitbekommen.

Slawa: Genau.

Patryk: Kommen wir nun zum Thema Aktuelles und Vision. Über was bist du momentan am meisten gespannt und welche Pläne hast du für die Zukunft?

Slawa: Ja also jetzt nachdem die Investitionsrunde im Juni erfolgreich abgeschlossen wurde was ja auch sehr zeitintensiv war, für mich insbesondere, weil ich mich um die Investment Themen und Investment-Relation kümmere, sind wir jetzt gerade dabei weitere Skalierung voranzutreiben. Hier geht es uns in erster Linie drum, eine gewisse Unternehmensbasis jetzt aufzubauen, weil in einem Startup am Anfang hat man ein kleines Team, was wirklich alles machen muss. Man fängt bei A und endet bei Z und zwar querbeet da ist es auch schwierig in einem kleinen Team so viele Themenbereiche irgendwie sauber zu gliedern, da muss wirklich jeder anpacken und jetzt sind wir gerade dabei, Leute zu finden die mit Begeisterung myCleaner mit uns aufbauen wollen und dann gehen wir in den nächsten Monaten, weitere Standorte an und werden auch sehr interessante Pilotprojekte aufsetzen mit größeren Partnern die wir bis jetzt ohne Investition noch nicht angehen konnten und ja, für die nächsten 2 Jahre wollen wir definitiv Deutschland erobern und myCleaner tatsächlich auch als führenden Anbieter für die Autoreinigung etablieren und ja, da müssen wir auch schauen ob wir da schon in der Lage sind, international tätig zu werden.

Patryk: OK und Kernprodukt ist ja eigentlich einfach die Reinigung des Autos vor Ort und habt Ihr da keine weiteren Kompetenzen, ich sage jetzt mal, die in die klassische Reinigung gehen oder wird es auch in die Richtung denkbar sein für euch?

Slawa: Wir denken über unterschiedliche Verticals langfristig, also wir wollen uns natürlich im ersten Moment auf das Thema Auto konzentrieren, es gibt auch einige Bereiche und einige Dienstleistungen jetzt im Bezug auf das Auto, wo man noch mehr machen kann, wo wir auch noch mehr tun werden aber denkbar ist zukünftig Vieles. Also auch beim Thema Auto entwickelt sich ja vieles in der Zeit, autonomes Drive, als Stichpunkt und da wird sich vieles tun und da sind wir mit myCleaner natürlich auch sehr interessiert diese Themen mitzunehmen.

Patryk: mhm (bejahend) also eine ziemlich interessante Vorstellung, wenn dann die Autos zu euch fahren um gereinigt zu werden. Entweder so, oder wenn dann ja, wenn die Autos selbst fahren, dann wird’s auch irgendwo schwierig die Autos in die Waschanlage zu fahren und das Schöne ist, wenn so ein Auto den Cleaner selbst bestellen kann. Das wir dann eine sehr interessante Geschichte sein. Da sind wir schon mit Konzepten dran und da sind auch schon einige Autohersteller dran interessiert so einen Knight-Rider-Mäßiges Auto zu bauen, was den Cleaner komplett autonom bestellt ohne den Fahrer.

Patryk: Ja, das ist auf jeden Fall eine sehr interessante Zukunft die uns da erwartet. Kommen wir nun zum Thema Produktivität und zwar möchte ich von dir wissen, was sind denn so zwei Tätigkeiten die die meiste Zeit deines Tages nehmen und was machst du um produktiv zu bleiben in dieser Umgebung?

Slawa: Ja, da wir natürlich digital sehr stark sind, ist das E-Mail ein enormer Zeiträuber man muss natürlich auch viel kommunizieren sowohl intern als auch mit Partnern, Lieferanten, Kunden und hier gilt es natürlich für sich so einen Modus zu finden, wann arbeite ich an E-Mails und wie kommuniziert man. Also man muss natürlich auch schauen, wenn das gewisse Standard Sachen sind, dass man auch bei der Kommunikation gewisse Dinge standardisiert, damit man möglichst wenig Zeit verliert und im Allgemeinen um das Thema Produktivität anzusprechen, da sage ich immer. Man muss gucken, wenn bestimmte Sachen zwei oder drei Mal, oder zum zweiten oder zum dritten Mal gemacht werden, dass man sich sofort überlegt wie kann ich sowas entweder standardisieren um dann das schneller zu machen oder automatisieren, damit man möglichst wenig Zeit verliert mit wiederkehrenden Tätigkeiten, weil die sind oft enorme Zeiträuber.

Patryk: Du hast jetzt E-Mail genannt als eine Tätigkeit. Was wäre jetzt die zweite Tätigkeit? Würdest du meinen ist es die Automatisierung der Dinge?

Slawa: Ne, das versuche ich dann schon nebenbei so ein bisschen mitzumachen aber die zweite Tätigkeit ist natürlich. Ja man spricht viel im Team und Telefonate führen und ja zum einen Schreiben, also Kommunikation, durch E-Mail, das zweite Thema ist dann Gespräche führen und hier muss man auch schauen, dass man Team-Meetings oder sonstige Gespräche sehr effektiv gestaltet und wirklich dann schneller auf den Punkt kommt. Hier habe ich mal in meinem Studium gelernt, was sehr gut sein kann ist Stehmeetings zu veranstalten, weil dann haben die Leute keine Lust, lange zu stehen und kommen dann eher auf den Punkt.

Patryk: (Lachen) Ja, ist auf jeden Fall eine sehr effektive Methode, denke ich. Wendet ihr die effektiv durchgehend an, oder ist es unterschiedlich?

Slawa: Wenn möglich, versuchen wir das, schon noch umzusetzen.

Patryk: OK, alles klar. Slawa du hast jetzt uns einiges über dich erzählt, zunächst etwas Persönliches, dann haben wir über Hürden gesprochen über Herausforderungen, Erfolgsmomente. Thema Produktivität, Aktuelles und Vision und jetzt kommen wir langsam auch schon zur Abschlussrunde. In der Abschlussrunde stelle ich dir eine Serie von Fragen und erwarte einsichtsvolle und motivierende Antworten. Bist du bereit?

Slawa: Ja gerne!

Patryk: Wie sehen die ersten 30 Minuten deines Tages aus? Wie startest du Slawa in den Tag? Hast du eine Morgenroutine? Wie startest du in den Tag?

Slawa: Also nicht wirklich aber in der Regel starte ich das mit dem checken meiner E-Mails.

Patryk: OK, alles klar das heißt die ersten 30 Minuten sind dann tatsächlich durchgehend E-Mails beantworten?

Slawa: Ja.

Patryk: Alles klar. Welcher Ratschlag war der bisher beste den du in deinem Leben bekommen hast?

Slawa: Definitiv, an sich selbst zu glauben.

Patryk: mhm (bejahend) Glaube an dich selbst. Welches Buch kannst du unseren Zuhörern empfehlen, welches dir persönlich oder im Business weitergeholfen hat?

Slawa: Das Buch vom Richard Branson. Der Titel fällt mir jetzt gerade nicht ein. Aber irgendwie sowas wie…

Patryk: Das liegt mir auch auf der Zunge…

Slawa: Losing Virginity

Patryk: Losing my Virginity, ja, genau.

Slawa: ja, genau, genau.

Patryk: Das war der Titel.

Slawa: Ja, das fand ich sehr sehr spannend.

Patryk: OK, und hast du da auch irgendwelche Inhalte aus dem Buch in deinem Business angewendet?

Slawa: Ja, das ist ja sehr umfangreich das Buch erzählt ja über seinen Werdegang und über seine persönliche Einstellung, also da kann man sich in vielen Bereichen schon einiges Mal abgucken und versuchen anzuwenden. Da fällt mir nichts so jetzt Konkretes ein, aber das fand ich schon sehr sehr spannend.

Patryk: Also, du würdest auch den Richard Branson als, ja als Idol, als Vorbild für dich auch nennen. Liege ich da richtig?

Slawa: Definitiv, also ich finde den sehr cool erstens und zweitens ist es schon bemerkenswert was der auch auf die Beine gestellt hat und die Art und Weise wie er das gemacht hat, ist schon sehr sehr beeindruckend.

Patryk: Ja, danke für die Buchempfehlung. Ja wir kommen auch schon zur letzten Frage, bevor wir zum Abschluss kommen, kommen wir zur Denkfrage in der Runde und bei der Denkfrage möchte ich, dass du dich zunächst zurücklehnst. Dir die Frage anhörst und dir in Ruhe überlegst wie du diese Frage beantwortest.

Slawa: mhm (bejahend)

Patryk: Stell dir Vor Stell dir vor du reist in die Vergangenheit und du triffst dein Jugend-Ich und du kannst deinem Jugend-Ich einen einzigen Ratschlag geben. Was wäre dieser?

Slawa: Eine sehr interessante Frage. Was würde ich mir denn selbst raten? Ich würde mir definitiv raten, immer an einem Thema dranbleiben, wenn man daran glaubt. Das ist denke ich mal eines der wichtigsten Dinge im Leben, denn, wenn man wirklich an etwas glaubt und versucht mit Durchhaltevermögen an dem Thema glauben, dann hat man definitiv hohe Chancen auf einen Erfolg. Weil alles Andere ist, kann nur durch Glück kommen oder irgendwie einen richtigen Zeitpunkt, oder ja, man ist zum richtigen Zeitpunkt, an der richtigen Stelle, aber, wenn man wirklich kontinuierlich am Thema arbeitet auch wenn dann Phasen kommen, wo es nicht so gut geht aber dennoch weitermacht, dann ist der Erfolg definitiv sicher.

Patryk: OK und hattest du solche Momente, oder solche Ideen die du zunächst glaubtest, dass sie ok sind, dann aber doch letztendlich verworfen hast, weil du zu wenig daran geglaubt hat oder weil dich am Ende irgendjemand umgestimmt hat. Hattest du sowas? #00:05:58-9#

Slawa: Ja, myCleaner…

Patryk: OK?

Slawa: Also die Idee die hatte ich 2006 schon, bevor ich als selbständiger Unternehmensberater tätig wurde. Da kam mir die Idee schon mal so eine mobile Reinigung anzubieten, aber dann wurde ich selbständig als Unternehmensberater. Dann hatten wir die Tochter mit meiner Frau und dann kam das Thema dann in den Hintergrund und genau so war es dann auch, dass man so, als ich meinen Geschäftspartner Abdula kennengelernt hatte, hatten wir mal darüber gesprochen über Selbständigkeit und so weiter und hatte Abdullah gemeint er würde auch sehr gerne Selbstständig werden, allerdings fehlte ihm momentan die Geschäftsidee. Und da hatte ich damals schon gesagt, habe ich dann auch natürlich irgendwo gelesen und am eigenen Beispiel tatsächlich erlebt, dass es nicht wirklich die Geschäftsidee ist, sondern die Umsetzung und wenn man. Also es gibt keine Geschäftsidee die jetzt mal plötzlich von Null auf Hundert durchstartet. Also die Erfolgsgeschichten die man kennt, wie Facebook oder Google, oder wie die alle heißen, die sind nicht von Heute auf morgen entstanden. Die sind auch deren harten Weg gegangen und dann gilt genau die Ansage, durchhalten und ja, durch höhen und Tiefen und das haben wir auch natürlich auch, natürlich nachdem wir mittlerweile schon 4 Jahre mit myCleaner tätig sind, jetzt im November werden es 4 Jahre sein. Da hatten wir auch schon unterschiedliche Momente und hatten überlegt, macht es denn noch Sinn, weiter zu machen? Und, haben es tatsächlich noch weitergemacht und sind jetzt froh, dass wir das gemacht haben.

Patryk: Alles klar, ja der Gary Vaynerchuck ist auch so einer der immer wieder sagt, die Idee kann noch so gut sein, wichtig ist die Umsetzung und das ist glaube ich der Punkt den du gerade angesprochen hast. Gary Vaynerchuck ist der Autor von Crash it, ja für alle die ihn noch nicht kennen. Jedenfalls sind wir auch schon am Ende der Sendung angelangt. Gibt unseren Zuhörern noch einen letzten Ratschlag falls du einen hast, für jeden der mal gründen möchte und danach teile uns mit wo wir dich finden im Internet oder sonst wo und ja wir verabschieden uns.

Slawa: Ja, wie ich schon sagte, es kommt nicht auf die Geschäftsidee an. Man muss oft einfach mal. Also im ersten, in erster Linie kommt es auf den Willen an, gründen zu wollen. Selbständig zu werden. Und wenn man diesen Willen hat dann kommen die Ideen schon von alleine, man muss nur offen durch die Welt gehen und schauen was fehlt auf dem Markt und dann muss man sich im nächsten Schritt überlegen, wie kann ich diese Marktlücke schließen. So war das jetzt bei mir mit der Autoreinigung und hier kann man ja Wort wörtlich sagen, das Geld liegt auf der Straße…

Patryk (Lachen) OK

Slawa: …in unserem Fall und gar nicht sich ablenken lassen. Es wird immer Leute geben die werden sagen, das ist totaler Humbug, das ist Blödsinn. So war das auch bei mir. Solche Leute gab es und keine Angst haben, wenn man die Geschäftsidee schon mal hat, die mit Leuten zu teilen und zu fragen ob die so eine Leistung oder Produkt kaufen würden. Denn die Geschäftsidee, das ist erstmal nur heiße Luft und erst, wenn man eine Million damit verdient hat und da werden Alle kommen und sagen wow, das ist ja ein richtig erfolgreiches Ding. Und davor kann das gut gehen oder nicht und das interessante ist ja bei dem Ganzen, wenn man eine Idee anfängt umzusetzen, dann lern man Vieles und oft ist es so, dass die eigentliche Geschäftsidee in etwas umwandelt, weil man sich ja mit dem Thema auseinandersetzt. Da gibt’s viele Beispiele, also aktuell fällt mir zum Beispiel Slack ein. Da kann man sich ja auch mal über den Werdegang von Slack, den wir übrigens intern sehr gut nutzen, für die optimierte Kommunikation. Da kann man auch mal nachlesen, dass das Ganze erstmal aus einem ganz anderem Ansatz entstanden ist und dann als Byproduct entstanden ist und heute ist das Unternehmen mittlerweile um die 3 Milliarden wert innerhalb von 2, 3 Jahren.

Patryk: OK, wusste ich nicht. Ist auf jeden Fall ein echt krasses Beispiel hier an der Stelle… und…

Slawa: …und dann war noch deine Frage wo man mich im Internet findet. Da hilft Google, einfach mal Slawa mit W, also S L A W A, Kister wie die Kiste mit R hinten eintippen und da wird Google schon einiges ausspucken, also definitiv auf www.mycleaner.com unter Gründerteam im Footer, ansonsten bin ich natürlich auch auf Xing und auf LinkedIn zu finden und ja, ich gebe auch gerne Tipps, wenn jemand ein Paar Tipps haben möchte. Kann sich gerne an mich wenden.

Patryk: OK, gut man kann dich ganz einfach auf Xing im Internet finden und dich kontaktieren. Sehr schön, mich hat es sehr gefreut, dass du da warst und ich werde auf jeden Fall alle Links zu deiner Website verlinken in den Show-Notes, auch die Bücher, das Buch von dir Losing my Virginity von Richard Branson und das Buch das ich genannt habe, das werde ich Alles in den Show-Notes verlinken. Vielen Dank, dass du da warst Slawa!

Slawa: Danke für die Einladung, hat mich sehr gefreut, ich hoffe ich konnte ein paar von den Zuhörern anstecken, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Patryk: Ja, das auf jeden Fall, es werden sich, sicher Einige finden. Danke, tschüss!

Slawa: Super, tschüss.

Patryk: Bis zum nächsten Mal, tschau.

Slawa: Danke, danke, tschau, tschau.

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