4: Chris Heil von Chris Heil Web Services | Doktorsblog.de | Dozent am SAE Köln

Chris Heil - Gründerfieber Interview

Chris ist Gründer von Chris Heil Web Services. Er ist seit mehr als 7 Jahren selbständig und hat an diversen Projekten im Gebiet Marketing, Kommunikation, Webdesign gearbeitet. Er bloggt auf seinem privaten Blog – Doktorsblog.de. Außerdem ist Chris Dozent am SAE Köln zu den Themen API, RSS, Geotagging, Blogging. Zu den Anfangszeiten von Youtube und damals noch Sevenload leistete er Pionierleistung im Gebiet Viewertime-Tracking und ist bekannt durch sein veröffentlichtes Viral Video Guide.

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Hürden und Herausforderungen

2007, kurz nach dem Start von YouTube und damals noch Sevenload, war die Herausforderung, die Frage „kann man mit Webvideos Geld generieren? Eine große Hürde dabei war die sogenannte Viewertime. In dem Gebiet hat Chris Pionierleistung erbracht. Mit der damaligen Videoplattform Virables konnte er erstmals die Viewertime von Usern tracken.

Erfolgsmomente

  • Viewertime (siehe oben)
  • Viral Video Guide  – den Chris mit 2 Kollegen geschrieben hat und 10 Schritte beschrieben hat, wie Videos viral werden können.

Aktuelles und Vision

  • Entwicklung hin zum Fast Food Marketing:
  1. 3-Sekündige Live Fotos von Apple
  2. GIFs als Profilbilder
  3. kleine angereichert Werbebotschaften in Form von GIFs beziehungsweise kurzen Videos.
  • 360° Videos auf Facebook

Produktivität

Zwei Tätigkeiten:

  1. Die ersten 2 Stunden des Tages Feeds lesen, auf dem Laufenden bleiben
  2. Content Creation

Chris hat hat über 500 Blogs im Feed die er über die Jahre abonniert hat. Er verwendet den Digg Reader, der Ihm hilft alle Inhalte effizient zu konsumieren und produktiv zu bleiben.

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Viral Video Guide

Tritt anderen aufstrebenden Gründern bei

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Patryk: OK, lass uns anfangen ich kann es kaum mehr erwarten meinen heutigen Gast vorzustellen, Chris Heil

Chris, bist du bereit uns mit dem Gründerfieber anzustecken?

Chris: Aber sehr gerne! Ja, ich freue mich darauf, ich sitze hier und bin ready!

Patryk: Chris ist Gründer von Chris Heil Web Services. Er ist seit mehr als 7 Jahren selbständig und hat an diversen Projekten im Gebiet Marketing, Kommunikation, Webdesign gearbeitet. Außerdem ist Chris Dozent am SAE Köln. Zu den Themen API, RSS, Geotagging, Blogging und so weiter. Chris, nun bevor wir zum Hauptteil kommen und einige Themenbezogen Fragen stellen, möchte ich von dir vielleicht etwas Persönliches wissen. Du hast jetzt die Möglichkeit dich selber vorzustellen, wir möchten dich kennenlernen und danach noch was du aktuell tust?

Chris: OK, gerne, ja Chris Heil der Name, hast du ja schon gesagt, bin gelernter Kaufmann tatsächlich, hab auch mal eine kurze Weile studiert, da ist aber nicht so richtig was daraus geworden, man kann eigentlich sagen, dass ich autodidaktisch mich so durchs Leben schlage, die letzten 15 Jahre. Ja, komme so aus der Bloggerecke, habe relativ früh, ich glaub so, ich würde sagen die zweite Riege der deutschen Blogger, so 2006 mit dem ganzen Kram angefangen.

Patryk: Ja

Chris: Wo du jetzt sagst, seit 7 Jahren im Online Marketing Bereich, jetzt fast schon 8, ich müsste auch meine Website mal updaten.

[beide lachen]

Ja, also irgendwie seit, ja ich würde fast sagen seit 10 Jahren, wenn man da schon von Social Media sprechen konnte, schon mit dabei, auf dem Doktorsblog.de das ist mein privates Weblog, da habe ich so bisschen privat angefangen Dinge zu machen, auszuprobieren, und habe mich dann selbst weitergebildet in alle möglichen Digital-Vermarktungs-Richtungen, die man so haben kann. Bin aber natürlich weiterhin Blogger und habe da glaube ich, eine ganz coole Position, dass ich eben einerseits auf der, sage ich mal Publisher/Blogger Seite relativ bewandert bin, seit vielen Jahren, aber auch die andere Seite, der Werbetreibenden, ganz gut kenne. Ja, hab einfach so als Schlagwort immer aufgeschrieben, Dozent, hast du schon erwähnt, kreativer Werber, so würde ich mich bezeichnen, was Persönliches, ist ganz klar, ich bin großer Norwegen Fan, gehe sehr viel wandern, aber auch hier in Mitteleuropa, habe ich so einen kleinen Urwaldgarten in der Eifel, wo ich mich hier austobe, neben dem ganzen Medien- und Kommunikationsberuf, auch ein bisschen Ruhe finde. Ja, so das wären so meine Eckdaten privat und beruflich.

Patryk: Vielen Dank dafür, als Unternehmer, als Selbständiger hat man Hürden und Herausforderungen. Chris welche Herausforderung, welche Hürde war eine der größten bisher auf deiner unternehmerischen Laufbahn?

Chris: Ja, das ist eigentlich eine sehr, sehr konkrete Frage, mit einer noch konkreteren Antwort. Es ist einfach so, dass ich, ja ich sage mal so im Zeitraum 2008, 9, 10, da hatten wir hier in Köln Ehrenfeld eine kleine Viral Video Agentur, nenne ich jetzt mal, die über Sevenload lief damals. Wenn das noch jemandem was sagt, das ist halt so ein Elefantenurgestein aus dem Internet, irgendwann ist der Burda-Konzern dort eingestiegen und so weiter und so fort und da hatten wir die Idee, das war halt auch 2007. 2006 ging YouTube an den Start. Da hatten wir so ein bisschen die Idee, vielleicht das deutsche YouTube zu werden. Wir wissen alle, das hat nicht funktionieret, ja. [lacht] In der Zeit haben wir aber dann tatsächlich auch natürlich nach anderen Vermarktungsansätzen, wie kann man denn im Netz mit viralen Videos, aber auch einfach mit, erstmal mit normalen Webvideos, sage ich mal, Geld verdienen und da war eine große Herausforderung, das war so 2008, 2009, dass die großen Publisher, ich will jetzt mal keine Namen nennen, die gibt’s auch heute teilweise auch am Markt, deshalb möchte ich niemandem auf die Füße treten. Aber da ging das halt so los, sage ich mal, um das Jahr 2009, dass dann, ich sag mal, heute würde man sie Content Empfehlungsvermarkter, die damals unter Blogartikel, aber auch in den Leitmedien, dann Ihre iFilms schalteten, wo dann tatsächlich Videos auch liefen, passend zum Content, dass der Algorithmus dann, ähnlich wie AdWords das auch macht eben den passenden Content dort einbindet. und da ging eine große Diskussion los und da war ich auch stark beteiligt. Es ging damals einfach um diese Geschichte wir starten ein Video mit Auto Play, ja die selbe Diskussion haben wir jetzt irgendwie 8 Jahre später auch auf Facebook gerade…

Patryk: Ja, das stimmt!

Chris: …und damals waren wir, oder ich war in der Situation, dass ich gesagt habe, hör mal, wenn ich ich jetzt mein privates Weblog anschaue und da kommt jetzt irgendein Vermarkter, klar gerne, warum nicht? Aber jetzt dann Auto Play Video laufen lassen, tatsächlich auch mit Sound, weil wir dann halt natürlich mit unserem Kunden immer so ja, wann bezahlt ihr denn, mit wie viel Views müssen wir rechnen, bzw. mit welcher Play Time und welchem Sound an, Sound aus und da habe ich glaube ich, ja ich sag’s jetzt mal einfach mit ein paar Chefredakteuren, aber auch tatsächlich auch innerhalb der Branche auch ein bisschen was bewegt, dass wir eben da uns ganz klar positioniert haben und gesagt haben, wir sind gegen diesen Trend, die Leute jetzt einfach zu zu spammen Hauptsache der Videoview wird gezählt, das war eine große Herausforderung, weil die Vermarkter damals, möglichst viele Plays generieren wollten, das ganze natürlich auch mit Ton, sonst kommt die Werbebotschaft nicht an und da würde ich sagen, habe ich mit zwei drei Kollegen uns doch irgendwie einen Namen gemacht, weil wir gesagt haben, ja es ist schön und gut, weil wir dann die schicken Zahlen haben aber letztendlich muss die Markenbotschaft wichtiger sein, als das was das Management in den Zahlen sieht, und da haben wir gesagt wir machen jetzt auch ne eigene Videoplattform auf Virables, hieß das Ding damals, ist leider mittlerweile offline und da haben da gesagt, wir machen, setzen Tracking an, wo die Leute bewusst auf klick-to-play einfach die Videos ansehen können. Das hat sich bis heute, ich möchte nicht sagen, ich habe diesen Markt mitgestaltet, aber so ein bisschen so zumindest Contra in diesen Markt gegeben, im Hinblick auf Entwicklungen die mir persönlich etwas gegen den Strich gingen, das war eine sehr große Hürde, da haben wir 2 Jahre, 3 fast daran rumgewerkelt, letztendlich haben wir dann auch einen großen Kunden auch aus dem DAX Unternehmen Bereich. Also richtig dicke Fische, sage ich mal, haben wir das dann so durchgesetzt, dass wir gesagt haben, wenn wir schon einen Videoplayer irgendwo auf einer Website haben, dann doch bitte soll der User doch auch bewusst auf den Play Knopf klicken und die Werbebotschaft empfangen. Das war eine ganz große Herausforderung, es hat sich aber irgendwie so durchgesetzt, also da waren wir aber sicherlich maßgeblich dran beteiligt. Das war so meine schwierigste Zeit, aber auch sehr spannend, weil man natürlich mit allen Seiten irgendwie das ganze aufbröseln musste ja und als zweites würde ich einfach sagen ich bin kein Sales-Mensch, das ist bis heute tatsächlich noch eine Herausforderung für mich, dass ich mich gelegentlich unter Preis verkaufe, mich aber auch dann nicht so all zu sehr darüber ärgere. Ja, das ist so die Hürde wo ich immer noch dran lernen und wachsen kann

[Chris lacht]

Patryk: Hast du aktiv was dagegen getan, oder hat sich das mit der Zeit, einfach in eine bessere Richtung bewegt, oder wie, ja…

Chris: Ja, du meinst jetzt meine Sales-Problematik

Patryk: Ja

Chris: Ja also tatsächlich einfach mal eine Preisliste aufgesetzt, das irgendwie war so die sicherste Idee, dass ich sage, bevor ich jetzt irgendwie in Meetings gerate und mit meiner vielleicht manchmal zu empathischen Art und weise und die Begeisterungsfähigkeit ist dann auch da, wenn das Produkt irgendwie stimmt, dann sage ich , dann mache ich’s für Geld, wo ich eigentlich sage, Mhm (bejahend), war jetzt nicht ganz so clever. Ich mache das jetzt auf eigene Kappe, seit 2010 seit 5 Jahren, natürlich lernt man auch dazu und heute ist es halt einfach so dass ich eine gewisse Stammkundschaft um mich herum habe, die wissen meine Preise, die kennen wie man mit mir verhandeln muss, ohne dass ich mich danach etwas zu sehr auf die Füße getreten fühle und für Neukunden ganz klar eine Preisliste erstellt, das halte ich immer für einen wichtigen Tipp, dass man eben sagt hör mal ich hab irgendwie meine Basisbausteine und merkst selbst an mir, ich bin halt ein Sales-Schwein, sage ich mal, ja, dann kann ich auch ohne Preisliste wo hingehen und die Preise auf den Tisch kloppen, das auch rechtfertigen, nur ich bin eben nicht der Mensch der gerne in Verhandlungen steht oder sitzt und deshalb sage ich halt: Hier, meine Preisliste, wenn Ihr das haben wollt, kauft oder eben halt nicht. Wenn’s halt auch Extras gibt, dann geht’s eben on Top und das ist glaube ich eine ganz gute Strategie für mich, weil die Leistungen die ich anbiete, ja ich würde sagen sind so auf kleinem Social Media Agentur Niveau. Kann halt viel, bin so ein All-Round Typ, da habe ich mich halt jetzt ein bisschen positioniert aufgrund der letzten Jahre an Erfahrung, was ich da halt für ein Preis, als Minimum ansetze und so kann ich mich da ganz gut durchwurschteln.

Patryk: Ja, alles klar. Auf der anderen Seite des Spektrums haben wir auch Erfolgsmomente, hast du einen großen Erfolgsmoment gehabt auf deiner unternehmerischen Laufbahn und könntest du ihn, uns mitteilen?

Chris: Ja, also ganz klar, es zielt wieder auf diese Videovermarktung ab, die irgendwie ein Steckenpferd von mir ist, dass ich sage, ich biete auch Kunden ganze Blogmarketingkampagne gerne an, aber da gehört für mich einfach auch, wenn das Budget denn da ist, ein virales Video zu, ja. Ein Erfolg ganz klar aus dieser Historie heraus, nenne ich es jetzt mal, war eben dass man 2007 bei uns im Unternehmen gesagt haben, wir wollen tatsächlich auch die View-Time bewerten, da waren wir tatsächlich in diesem halben Jahr, noch vor YouTube mit einem Trackingtool, was die sogenannte Viewer-Time, hieß es bei uns. Ich würde mich jetzt sehr weit aus dem Fenster legen wenn ich sage das hat YouTube bei uns abgeguckt, ist natürlich Quark, aber wir waren tatsächlich wo YouTube noch den Play einfach anzeigte ohne große Statistiken, hatten wir halt schon ein Tool wo die Leute sehen könnten, ok, ich habe hier ein Werbevideo das Dauer halt 6 Minuten, wir haben halt geraten bei 2,5 Minuten steigen die Leute eh aus, dann konnte unser Sales-Mensch mit dieser Technologie, die wir da entwickelt haben, das ganze auch ein bisschen belegbarer machen, das war ein großer Erfolg, dass man dem Kunden sagen kann, ja wir haben auch die Daten der View-Time und können dir sagen, das funktioniert nicht weil. Daraufhin haben wir ein, können die lieben Hörer mal googlen, den Viral Video Guide entwickelt, ich mit zwei Kollegen das ist im Prinzip ein PDF, findet man auch so im Netz, ist auch durch Amerika durchgegangen, war ein ganz guter Erfolg, haben letztendlich übersetzt auf ein paar sprachen, wo dann einfach, naja aus diesen Resultaten der Abbruchzeiten, und all diesen Metriken die dann da reinflossen, haben wir gesagt, ok, es gibt eine Art Rezept für virale Videos und haben dann so einen Guide erstellt mit 10 Punkten, der ist ganz gut rumgereicht worden und kam ich dann auch in einigen Presseberichten in Erwägung, wurde ich erwähnt und so weiter. Das war schon ein großer Erfolg, weil man den bis heute sozusagen nachvollziehen kann, weil YouTube es letztendlich nicht anders gemacht hat. Das würde ich sagen, das ist schon was, wo ich irgendwie ein bisschen stolz drauf bin.

Patryk: Ich meine, wir werden auf jeden Fall diesen Viral Guide, heißt es?

Chris: Viral Video Guide, genau.

Patryk: Viral Video Guide verlinken, aber könntest du vielleicht ein bisschen näher darauf eingehen? Weil für mich Viral oder nicht Viral, entscheidet sich im Endeffekt, wenn man es launcht!

Chris: Richtig.

Patryk: Könntest du vielleicht darauf ein wenig eingehen, inwiefern kann man diese Virilität ein wenig in die richtige Richtung steuern.

Chris: Na klar, sehr gerne, das war natürlich in der Zeit, das war 2009, 10, herum, war’s tatsächlich noch nicht ganz so in einen Stein gemeißelt, dass auch ein Launch eines solches Container, das muss jetzt nicht unbedingt ein Video sein, heute gibt’s ja hunderte andere Marketing Container, war das tatsächlich damals noch so dass man tatsächlich mit diesen, wenn man diese 10 Punkte beachtete aus unserem Guide, sage ich mal, schon für eine Grund-Viralität im Inhalt sorgen konnte, das war ganz cool für unsere Kunden die irgendwie merkten 30-Sekünder, mit cooler Typografie ist halt eine coolere Produktbotschaft, als jetzt 6 Minuten übers eigene Unternehmen zu quatschen und damals war’s einfach so dass wir durch diese, ich sag’s jetzt mal Anleitung für Video-Macher für Agenturen, für Leute die im Netz ihre Unternehmensvideos positionieren wollen, dass wir darüber hinaus, dann sozusagen, auch mit den Leuten einfach, naja belegen mit diesen Leuten sprechen konnten, belegen konnten was passiert ist und natürlich ich nehme an darauf zielst du ab mit der Frage, war’s auch damals schon, so dass man den Werbetreibenden auch sagen musste, damals schon, wir waren nicht die einzigen am Markt, YouTube war da , Vimeo war da, Dailymotion, ja dass man auch da ein paar Blogger dran hängt die in der Nische irgendwie aktiv sind auch zu diesem Zeitpunkt und das war auch eine Herausforderung, musste man schon mal erklären hör mal wenn du jetzt ein Video auf YouTube hochlädst sei es noch so viral, dann wird’s wahrscheinlich niemand ansehen, also die Budgetierung zur Viralität, dass das dazu gehört, das ist leider so. Es gibt natürlich heute noch Beispiele wo irgendetwas über Nacht viral wird, was letztendlich auf allen Kanälen auch gespielt und gefeiert wird, das gibt’s immer noch, ja aber wenn du eine Marke oder eine Markenbotschaft, oder eine Produktbotschaft, Productplacement, wie auch immer unter die Leute bringen willst, dann kannst du im Endeffekt mit den coolsten neuen YouTube Stars zusammenarbeiten, wenn da nicht irgendwie ein bisschen Kohle dahinter steckt oder ein Vermarkter, dann ist es mit der Viratlität auch nicht so einfach, ja, also muss man ganz klar sagen, bis heute hat sich das eher noch gesteigert, sei der Content noch so cool, wenn du keine Reichweite hast, die du meisten tatsächlich ja noch einkaufen musst, dann ist das mit dieser viralen Legende des Webcontent problematisch zu sehen. Was nicht heißt, dass geiler Content auch organische Reichweiten schafft das ist ganz klar

Patryk: Muss man eben auch in die Werbung reinstecken sozusagen, also in die Paid Werbung.

Chris: Ja, ganz genau, das war natürlich für mich als langjähriger Blogger zu der Zeit aber auch heute natürlich auch ein Vorteil, dass ich halt mich sehr mit der deutschsprachigen Blogosphäre auseinandergesetzt habe und dann vielleicht auch in einer Situation war ich nenne jetzt mal ein Autohersteller mit einem Fußballspieler die drehen ein cooles virales Video. Da ist vielleicht so mein Highlight oder mein Steckenpferd, dass ich sage, ok ich weiß wo wir diesen Fußballspieler wo wir aber auch die Autoblogger wie wir die alle verknüpfen und letztendlich hoffe ich, dass ich da dem einen und dem anderen Kunden Geld gespart habe, eben, weil ich diese Kontakte habe, und weil ich weiß wie die Leute auf welchen Content reagieren, weil ich selber weiß was man in die Blogs gibt, und was nicht. Und darüber hinaus habe ich dann im Endeffekt, hoffe ich zumindest, dass da einige Kunden ganz glücklich waren und vielleicht auch ein bisschen, diese Holzmedien-Kommunikation, wir schalten große Advertisings im Fernsehen oder irgendwie in den Newspapern in Zeitungen, dass da so ein bisschen habe ich einen kleinen Anteil daran, dass auch Großunternehmen verstanden haben, was für eine Energie aus dem Netz heraustreten kann.

Patryk: Ja, kommen wir zum Thema Aktuelles und Vision.
Über was bist du momentan am meisten gespannt und welche Vision hast du für die Zukunft?

Chris: Ja also zum ersten Teil der Frage, was ich jetzt sehr spannend finde, das mache ich jetzt, ich sag mal, für meine Chefin, ich bin tatsächlich auch noch ein bisschen fest angestellt (3. Tage die Woche aber auch für mein kleines eigenes Geschäft versuche ich da gerade die Idee ich hab’s jetzt einfach mal Fastfood Marketing genannt.

Klingt jetzt erstmal bisschen bescheuert, könnte auch die Terminologie Short Marketing, ich bin noch so ein bisschen in der Wortfindung.

Patryk: OK.

Chris: Das finde ich halt sau spannend das ist einfach ganz blöd gesagt, angefangen bei den live Fotos die jetzt mit den neuen iPhones kommen, ja, ist halt so ein Beispiel, wenn ich halt überlege, klar man muss das Telefon 3 Sekunden länger festhalten, man muss tatsächlich das Gehirn bisschen umprogrammieren um diese Bilder zu machen. Aber letztendlich denke ich, dass diese live Fotos von Apple zusammengenommen mit solchen Sache wie die 360° Videos auf Facebook, die gibt’s halt seit letzter Woche, Facebook hat so ein Feature freigeschaltet dass du halt diese 360° View Videos mit sämtlichen Action Cams der Welt im Einsatz dann anzeigen lassen kannst. mit der Maus rumfährst auf Facebook selbst und dich in dem Video dich umguckst, wenn das diese Entwicklung anschaue zusammen mit den Live Fotos von Apple dann kommen bald die animierten Profilbilder die es ja bei Twitter ja schon gibt, kommen bald bei Facebook und was ich da halt unter diesen, ich sag’s mal Short Marketing verstehe, das sind sowas wie kleine Marketing Fast Food Gerichte. Ja, das finde ich halt super spannend, ich glaube diese Idee, Content is King, wo wir alle hinterherhecheln, das finde ich auch gut und möchte das auch dass das so bleibt und einige Chefetagen mehr erreicht dass im Endeffekt der Inhalt den du an Mehrwert den Leuten bietest das ist entscheidend für deine Außenkommunikation ganz klar, darüber hinaus sehe ich dieses und nächstes Jahr vielleicht diese Idee, sei es jetzt in Instagram, so ein live Foto Shooting Foto von Apple oder auch ein Tumbler mit eine GIF. Ich kann noch gar nicht, du merkst es selbst, ich kann noch gar nicht so genau definiert darüber sprechen was mir da vorschwebt, aber ich glaube, dass kleine angereicherte Werbebotschaften vielleicht in Zukunft auch für ein Markenimage ganz gut sein können. Das man nicht eben immer sagt, wir brauchen jetzt die 2500 Wörter Blog Artikel zu fachspezifischen Themen, müssen das irgendwie über Reichweiten einkaufen sträuen, distribuieren, Newsletter, der ganze Loop muss auf der Website stimmen, das ist alles richtig, trotzdem glaube ich, dass wenn man sich jetzt Entwicklungen wie Snapchat und so weiter anschaut, dass in dieser Short Term Mini-Zeit, Short Marketing Geschichte, viel Power liegt. Das kann mal ein cooles GIF sein, letztendlich erlaubt Facebook seit ein paar Wochen auch GIFs einzubetten, und wenn ich mir überlege dass die Leute einfach an Viewtime die nimmt ab, auf YouTube die meisten Videos die ganz gut funktionieren, sind sehr kurz, wenn ich diese ganzen technischen Entwicklungen dazu nehme mit Snapchat, die Viewtime auf YouTube, alles was das so an Zahlen vorliegt, da glaube ich dass man mit so einem Fastfood Marketing und sei es nur einfach mal ein selbst ein cooles GIF von Unternehmens Chef, [lacht] das irgendwie lustig ist [Patryk lacht] zusammen mit einer kleinen 360° Videokampagne auf Facebook das man mit solchen kleinen Appetizern, wo vielleicht noch nicht mal das Unternehmensbranding drinnen ist, wo die Leute irgendwie dran spaß haben, ich glaube das ist ein ganz, ganz großer Trend, und den finde ich irgendwie ganz cool, weil er eben die Unternehmen auch dazu zwingt auch ein bisschen sozialer und humaner zu denken und sich ein bisschen mehr mit den Leuten auseinanderzusetzen ohne zu sagen, wir müssen jetzt den mega Redakteur mit dem super Blog-Artikel haben, sondern eben auch dass sich neben diesen großen Bloggern Corporate-Blogs und so weiter und so fort, vielleicht auch eine Nische bildet für kleine lustige spaßige Marketing Container, wie auch immer die aussehen, das werden wir in Zukunft sehen das ist glaube ich ein Trend den ich ganz spannend finde und klar natürlich so was wie Cross-Media, wann haben wir wirklich das Internet der Dinge, wie vernetzen wir das ganze, schalten wir es auf einen Display wenn ich ein View in der Bahn habe, ja sehe ich dann den Counter der zählt hoch. also alle die dinge mit dem web 3.0. was damit zusammenhängt, Foursquare war da ein bisschen der zeit voraus mit seinen check ins, lokal basiert, also ich glaube das sind so zwei sehr sehr spannende Themen die, die nächsten Jahre auf jeden Fall im Marketing viel bewegen werden.

Patryk: Ja, das habe ich auch beobachtet, also zumindest die Short Time Container, wie du sie nennst.

Chris: wie auch immer

Patryk: Ich kenne mich da nicht so 100% aus aber ich habe das eben auch beobachtet, zum Beispiel Vine hat komplett die Beschränkung auf 6-Sekunden-Videos, Instagram glaub ich 15 Sekunden, und auf Twitter kann man auch Videos hochladen die relativ kurz sind.

Chris: Genau

Patryk: und ich glaube, ja, das wird auf jeden Fall in die Richtung gehen, ja. Vielen Dank für die Erläuterung und für deinen Input für die Zukunft

Chris: Sehr gerne

Patryk: Jetzt würde ich dich gerne wissen, welche zwei Tätigkeiten füllen hauptsächlich deinen Tag und was machst du dann um produktiv zu bleiben?

Chris: ja ich fand die Frage sehr lustig ich habe aufgeschrieben um produktiv zu bleiben, trinke ich schon eine menge Kaffee, ja, so…

[Beide lachen]

Chris : …aber klar ich weiß was du meinst, also ich sag mal zwei große Standbeine, wenn ich jetzt mein Tag irgendwie mit 10 Stunden betitele, gehen davon sage ich mal auf jeden Fall eine bis 2 tatsächlich einfach Feeds lesen, ich habe ein Riesen Feed Reader, irgendwie klar, komme aus der Blogosphäre aus der Ecke hab irgendwie über 500 Blogs abonniert über die Jahre, davon sind ganz sicher über 80 wenn nicht sogar 100 Marketing Blogs, da stecken dann 30 aus dem deutschsprachigen Gefilden drinnen die anderen 50, oder 80 sind dann tatsächlich amerikanisch oder so. das heißt ein großer Teil meiner Arbeit, weil ich eben auch viel sozusagen in Unternehmen an Prozessen mitarbeite ohne das ich da selbst das Werbemittel erstelle, das heißt so ne Art Beratungstätigkeit inne habe in manchen Projekten, ist für mich eben wichtig zu wissen was gibt’s Neues. Das heißt also ein großer Teil meiner Arbeit besteht letztendlich aus Weiterbildung und aufsaugen von aktuellen Informationen die man auf allen Blogs der Welt weit so findet das ist schon ein großer Teil meiner Arbeit, macht natürlich auch Spaß weil täglich was Neues lernt, das andere ist tatsächlich dann auch die Content Creation wie ich’s sagte, ich bin nicht der der letztendlich vielleicht in der Werbekampagne das ganze auf Facebook postet oder den Content kreiert aber wenn ich’s tu, dann mach ich das gerne. Das heißt also ich würde sagen, einerseits ist diese Informationsbeschaffung, Weiterbildung auch für den Kunden was lesen das ich dann weitergeben kann das ist ein großer Baustein, aber eben auch zu sagen wie legen wir den Kanal, brauchen wir Instagram, wollt ihr wirklich auf Pinterest mit drei Pinnwänden anfangen ist ja quatsch und wenn ihr jetzt schon drei habt dann gibt mir den Account, dann mach ich dann 12 draus, weil das ist die Zahl die am besten Funktioniert auf Pinterest, kann man sich die belegbaren Zahlen ja ansehen, und klar dann tatsächlich führt für einzelne Kunden am liebsten natürlich Markenunternehmen die mir auch nahe kommen, ja, da habe ich glücklicherweise eine Position ich will nicht sagen wo ich mir die aussuchen kann, aber ich hab auch durchaus mal die Situation dass ich sage „Nö, das ist irgendwie ein Unternehmen das ich nicht so sympathisch finde, da habe ich jetzt irgendwie kein Bock drauf.“ Und wenn ich dann aber Kunden habe die irgendwie spaß haben, mich auch machen lassen dann macht’s mir eben auch tatsächlich spaß, von der, ich sage mal angefangen von der Wertschöpfungskette hinten, wie verkaufe ich eine Karte für die Events, wie kriege ich die Besucher für mein Hochseilgarten, was auch immer ich da gerade für ein Kunden habe, bis wir letztendlich zum finalen Posting auf Facebook mit der Berechnung der Werbemittel, also alles was so ein Social Media Marketing Prozess beinhaltet, das ist schon mein täglich Brot. Inklusive Grafiken, inklusive CTRs ausrechnen, Reportings, also alles was da so einfällt, ich bin nicht der große SEO Mensch, da machen anderen die Sache besser, ich bin kein ausgebildeter Grafiker, deshalb bei Copywrite Webdesigns bin ich da eher raus, aber wenn’s irgendwie ein Screen Design muss, oder ein Banner her muss, dann mach ich auch so was sehr gerne und diese kreativen Texte schreiben ,aber auch Grafiken, das ist auch ein Teil meiner Arbeit und zwar leider nicht der größte aber der macht mir auch sehr viel Spaß, ja.

Patryk: Du hast jetzt gesagt, Content Creation und eben jetzt Banner, oder solche Sachen sind dann, wird man da auch mit der Erfahrung, dann auch schneller, aber jetzt auf das Thema einzugehen, bezüglich Blogartikel lesen, auf dem aktuellsten Stand bleiben, gibt es da irgendwelche Filter die du jetzt anwendest um jetzt produktiv zu bleiben, im Sinne von, ich meine es gibt so viele Inhalte die gelesen werden könnten und auch spannend sind, durchaus, nur vielleicht nicht relevant sind, hast du da irgendwelche Techniken um da vielleicht, man ist ja ständig abgelenkt…

Chris: Ja ich würde mal sagen, klar kann man sich da irgendwelche Filter-Bubbles auf Twitter anlegen und so weiter uns so fort, bei mir ist es einfach so, dass ich irgendwie seit, keine Ahnung 10 Jahren jetzt ein Feed Reader benutze, und das ist in Bezug auf diese Art der Tätigkeit ich sag jetzt mal Informationsbeschaffung Weiterbildung und demensprechend auch Kundenoptimierung nenn ich’s jetzt mal, es ist einfach dieser Feed Reader das Werkzeug schlechthin ja, ich benutze im Moment den Digg Reader, nachdem der Google Reader zu gemacht hat hab ich mir den Digg Reader besorgt und das ist schon eine Art Filter Funktion für mich, weil ich natürlich auch irgendwie wenn man das mal 10 Jahre macht mit so eine Feed Reader rumhantiert also wenn so manch einer daneben sitzen würde der vielleicht noch über Tabs surft im netz sich die Seiten anschaut uns so dem würde wahrscheinlich etwas schwindelig werden bei mir, das heißt eine Filter Funktion ist ich entdecke ein neues Marketing Blog sei es jetzt deutsches, englischsprachiges mehr sprachen spreche ich nicht so richtig, bin aber dabei zu lernen.

Patryk: Welche sprache?

Chris: Ich lerne gerade Norwegisch tatsächlich,

Patryk: Oh, aus der leidenschaft…

Chris: Heute meine zweite Stunde, also frag mich bloß nichts. [Beide lachen] Ja, also dann komm er in meinen Feed Reader und dann guck ich mir die letzten 10 Artikel an, wenn davon 8 gut finde, bleibt er drinnen und wenn die nächsten 5 die dann in mein Feed wieder reinpurzeln auch cool sind, dann habe ich ein neues Abo, ja, das heißt also da ist schon eine Art Vor-Filterfunktion drinnen und ich glaube wenn du mich jetzt sehen würdest, wie ich mit dem Feed Reader hantiere dann wird auch klar, dass das ja ich sag mal, Jahre lang in meinem Gehirn etablierter Filterprozess da passiert. weil ich weiß halt irgendwie ja, Headlines scrollen dann guck ich mir ein paar Bildchen an wie das andere Leute wahrscheinlich auch machen, nur bei mir ist es dann so, dass ich relativ viele neue Blogs hinzu nehme und meistens fliegen diese neuen Blogs aber auch wieder raus. DAs heißt also da ist ein Filter drinnen, wenn ich jetzt 10 Newsblogs, das muss jetzt nicht unbedingt Marketing sein, das kann auch einfach ein Technologie Blog sein der sich über Advertising Technologien auslässt oder so und da ist ganz klar eine Filterfunktion diese Woche 10 neue Blogs abonniert, nächste Woche sind von den 10 noch 8 üblich, und in 3 Wochen sage ich wahrscheinlich den 1 den würde ich gern behalten, weil da kommt jeder dritte Artikel der vor allem in meinem Beruf irgendwie weiterhilft. Also ansonsten technische Filter eher weniger.

Patryk: OK, jetzt ist mir eine Frage eingefallen, wenn du dich jetzt auf drei Artikel, ähm, auf drei Blogs beschränken müsstest, welche wären das?
Chris: Das kann ich dir ehrlichgesagt so nicht sagen, da müsste ich mein Feed Reader aufmachen und müsste mal die ganzen Marketing Dinger also ich sag mal ganz doof gesprochen, der Thomas Hutter in Deutschland für Facebook, ganz klar. Da geht wohl kein weg dran vorbei, das ist auch kein Geheimnis dass er einen guten Job macht. Ich müsste jetzt mein Feed Reader grad jetzt aufmachen, kann ich mal gucken aber kann dir aber ehrlichgesagt keinen von denen nennen, wenn das jetzt tatsächlich auch an die Öffentlichkeit geht, würde ich wahrscheinlich eben aufgrund meiner Filterfunktionen in drei Wochen sagen, „eh… ne, nimm doch mal drei andere.

Patryk: OK

Chris: Also ich guck gerade jetzt hier in meinen Ordner, das sind im Moment sind es 40 Marketing Blogs und ne, da verweigere ich mich einfach mal gesagt, diese drei sind geil, ja weil die sind irgendwie alle notwendig. Also klar diese üblichen die man auch in Deutschland so liest ich habe aber tatsächlich auch ein Buzz-Feed mit drinnen, ja, also es ist jetzt nichts wo ich sage ich habe jetzt nur in diesem Feed rein beruflichen Kram ich habe auch ein Buzz-Feed weil auch da kommen mal die Social Media News die irgendwie mal mitkriegen muss, da ist dann aber dieser Filterscroll Finger relativ schnell unterwegs muss ich sagen.

Patryk: Alles klar! Chris, du hast uns etwas über dich erzählt über deine Hürden, deine Herausforderungen, deine Erfolgsmomente, deine Vision geteilt und über Produktivität haben wir auch gesprochen. Wir kommen langsam zur Abschlussrunde wo ich dir eine Serie von Fragen stelle und natürlich auch einsichtsvolle und motivierende Antworten erwarte.

Chris: OK

Patryk. Wie sehen die ersten 30 Minuten deines Tages aus, wie sieht deine Morgenroutine aus, hast du eine, wie startest du, Chris, in den Tag?

Chris: Ja das ist bei mir tatsächlich mein schreckliches Laster der Kaffee und die Zigarette und dann sitze ich eigentlich eher Zombiehaft tatsächlich 30 Minuten rum bevor es dann ins Auto in die Bahn, oder aufs Fahrrad geht und da fange ich dann langsam an mich mit dem Tag auseinanderzusetzen, ich würde mich nicht als Morgenmuffel bezeichnen, aber die ersten 30 Minuten meines Tages sind relativ still.

Patryk: Erstmal Meditation, in der Früh…

Chris: Genau, erstmal tatsächlich habe ich damals auch, ich hab’s mir abgewöhnt zu dem ersten Kaffee schon meine E-Mails abzurufen. Das mach ich halt entweder, wenn ich unterwegs irgendwo bin oder, wenn ich wirklich irgendwo sitze wo mein Tag beginnt, weil ich glaub dieser stille Moment morgens der gibt mir auch so ein bisschen Energie und den Social Media Teil, oder den Berufsteil, der hat ja dann den Rest des Tages Zeit und deshalb in Andacht sitze ich dann hier rum und trinke Kaffee.

Patryk: Welcher Ratschlag war der bisher beste in deinem Leben, den du bekommen hast?

Chris: Ja, das kann ich schnell beantworten, da hatte ich glaube ich meinen 10 Geburtstag, mein Opa, er ruhe in Frieden, er hat mir damals, er war halt Dichter und kann dir ja einfach mal diesen zwei Zeiler mal mitteilen der ging: „Einen Satz trag’ in die Ohren: wer sich aufregt, hat verloren!“

Das hat mein Opa mal gesagt, das klingt ein bisschen kitschig aber das ist tatsächlich ein Leitsatz der mich bis heute verfolgt, auch wenn ich mich nicht immer, daranhalten kann, ist das einfach das wertvollste was ich jemals von einem Menschen gehört habe, ja.

Patryk: Hast du ein Beispiel wo es vielleicht doch, wo du dich im Nachhinein, selber dann geärgert hast, weil du vielleicht dich zu sehr aufgeregt hast.

Chris: Ja, ich sag mal ich denk mal an die letzte verpasste fährfahrt die ich selber so ein bisschen im Stau stand und da habe ich mich schon sehr darüber geärgert aber auch da ist es natürlich so es war im Prinzip höhere Gewalt. Es war ein Stau, ich habe das Schiff nicht gekriegt. Meine Schuld, natürlich habe ich mich da geärgert, aber auch da hilft mal wieder der Opa der sagt „Junge ist jetzt eh gelaufen, reg dich nicht so auf!“ ja, also da kann ich jetzt Beispiele nennen wo dieser Satz gut klappt, die wo er weniger gut klappt, lassen wir schön weg.

[Beide lachen]

Patryk: Welches Buch kannst du unseren Zuhörern empfehlen welches dir persönlich im Business am meisten geholfen hat?

Chris; Ehm, eigentlich keins, ja, ich sag mal ich habe natürlich so ein paar damals irgendwie Dreamweaver Bücher gelesen und so was, ich guck hier grad hier ins Regal da steht jetzt Dreamweaver 8 und 9, alles ein bisschen antik, das heißt ein direktes Buch habe ich keine Empfehlung. ich sag immer, liest mein Viral Video Guide, dann habt Ihr über Viral Videos ein bisschen was im Kopf, aber ich sag mal, ein konkretes Buch von einem bestimmten Autor, tatsächlich, wenn man auf mein privates Weblog guckt sieht man, dass es sehr viel um Literatur geht, also ich bin schon eine Leseratte, würde ich sagen. Es ist ein bisschen weniger geworden, die letzten Jahre und deshalb, da sind halt viele Bücher dabei die keinen Kontext letztendlich zu meinem Beruf sich herstellen lassen, aber trotzdem sind das natürlich einige Bücher die mich als Persönlichkeit geprägt haben, da kann ich dir jetzt aber auch keine nennen, weil ich mich so echt schwer tue mit so Top-listen, wenn ich jetzt dir ein Buch sage, dann sage ich in 2 Jahren ne wenn ich jetzt eine lieblingsplatte nenne dann würde ich nächste Woche sagen, quatsch, deshalb, nein es gibt kein Buch, meine ganzen Skills kommen aus dem Netzt, kommen aus der Lebenserfahrung, gepaart mit einem hoffentlich ausgeprägten Sinn für Logik, und daher kommt dann so mein großes ganzes Bild der Kommunikation, ja.

Patryk: Ja, aber wenn du jetzt an das letzte halbe Jahr vielleicht denkst, gab es ein Buch, das jetzt nicht unbedingt Business related ist, das dir ganz besonders aufgefallen ist und dir besonders gefallen hat.

Chris: Ja klar wenn du so ein Literatur Tipp von mir willst, das war jetzt das letzte war Cormac McCarthy, die wilden Pferde, ich müsste mal grad gucken was das vorher war, die Straße fand ich sehr cool, Suttree, der Grenzgänger, das ist ein sehr sehr schönes Buch, hat Null jetzt mit unserem Beruf jetzt zu tun, ist aber tatsächlich dann wenn ich sowas sage wie, ich sitz da im Garten herum oder ich fahr mit dem Bike mal raus irgendwie dann so irgendwie ein paar Zeilen lesen die irgendwie keinen Kontext zu dieser ganzen modernen Medienkommunikationswelt haben, dann tut mir das ganz gut und ist letztendlich auch vielleicht auch dann produktiv für mein Beruf, wenn ich mich dann mit dingen befasse die tatsächlich viel mit Wanderei zu tun haben mit Literatur mit Dingen die so im Marketing keine Rolle spielen. Also das war ein Buch was ich das letzte Jahr sehr toll fand, ja. Grenzgänger

Patryk: Vielen Dank, ist ja ganz wichtig sich auch mal mit anderen Sachen zu beschäftigen.

Chris: Absolut, das ist ja notwendig sogar.

Patryk: Wir kommen zur Denkfrage in der Runde und ich möchte, dass du dich zurücklehnst dir die Frage mal anhörst und dir mal überlegst wie du diese Frage beantwortest.

Chris: Sehr gerne.

Patryk: Stell dir vor, du reist in die Vergangenheit und triffst dein Jugend-Ich, du kannst deinem vergangenen Ich, einen einzigen Ratschlag geben. Was wäre dieser?

Chris: Ähm, das wäre ganz klar, denke doch mehr an Opas Satz und trau dich ruhig mal was, weil ich ja letztendlich aus der Perspektive der Zukunft weiß, dass du richtigliegen wirst, das wäre mein Satz an mich.

Patryk: Alles klar. Wir sind auch schon am Ende der Sendung angelangt. Es hat mich wirklich gefreut dich, hier als Gast zu haben…

Chris: Mich auch, gerne!

Patryk: Vielen Dank für die Empfehlung, für den Viral Video Guide und am Ende der Sendung möchte ich, dass du vielleicht unseren Zuhörern noch einen letzten Tipp gibst, einen letzten Ratschlag falls du einen hast und danach noch uns mitteilst wo wir dich im Internet finden oder sonst wo.

Chris: Sehr gerne, ist natürlich immer schwierig, wenn man so einen Medienberater nach nur einem Ratschlag fragt… [beide lachen]
ich habe irgendwann mal einen Satz gehört: „Der einzig gute Ratschlag ist der um den man bittet!“ Das fand ich ganz cool, ja, also natürlich gibt’s auch Lebenserfahrungs-Situationen wo man Dinge mitbekommt die man aufsaugt, aber ich glaube, wenn man eine Frage hat und dann einen weisen Mann oder eine weise Frau danach fragt und dann eine Info bekommt, ist das mehr wert, als wenn man anders rum was gelehrt bekommt. Ja und für die Branche für meinen Beruf, ganz allgemein gesprochen, besser keine Werbung als Irgendeine.

Patryk: OK.

Chris: das ist so meine Message, also bevor man überlegt, wir stemmen eine Kampagne haben unendliche Budgets, machen Werbemittel die kein Mensch brauchen kann, überlegt man sich vielleicht die Werbekampagne. Entweder komplett einzustampfen, bevor man irgendetwas ausspielt wo man nicht dahintersteht, das würde ich nie tun.

Patryk: Alles klar, und wo finden wir dich?

Chris: Ach so ja, ChrisHeil.de ist so die Internetadresse, der Name ist Chris Heil wie wir jetzt ein paar mal schon gehört haben, da findet man mich auch auf Twitter.com/Chrisheil die Internet Adresse Chrisheil.de, über die E-Mail chris@chrisheil.de auf Facebook unter Christian Heil glaube ich noch. Instagram heiß auch ChrisHeil, ja, ansonsten die üblichen Channels, die man so ausprobiert, versuch ich auch immer den Namen zu ergattern, aber klar diese Internetadresse fürs Business ist Chrisheil.de, da findet Ihr mich, oder eben unter dem Doktorsblog.de für die privaten Dinge.

Patryk: Alles klar, vielen Dank und ja ich sag jetzt mal Tschüss an dich, und…

Chris: Ja danke.

Patryk …und wir hören uns! Bis zum nächsten Mal.

Chris: OK, danke dir vielmals Patryk!

Patryk: Tschüss.

Chris: Bis dann, Tschüss.

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  1. […] Zum ganzen Interview (30min ca.) […]

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